14.03.2015 17:07 |

Thema Prostitution

Bald gibt es am Straßenstrich Strafen für Freier

Nachdem die bisherigen Maßnahmen im Kampf gegen den illegalen Straßenstrich nicht ausreichten, wird LR Patrizia Zoller-Frischauf nun das Polizeigesetz nachschärfen. "Wir werden in Zukunft auch die Freier bestrafen, die Prostitution am illegalen Straßenstrich in Anspruch nehmen", sagt die Landesrätin zur "Krone".

Seit Jahren fordern die Blauen – allen voran Rudi "Law and Order" Federspiel – strengere Gesetze im Kampf gegen den illegalen Straßenstrich. Und zuletzt sprach sich auch Polizeichef Helmut Tomac für mehr Befugnisse für die Polizei aus.

Der Straßenstrich ist in Tirol gänzlich verboten

In Tirol ist die Prostitution bekanntlich außerhalb von genehmigten Bordellen verboten. Doch der Straßenstrich feierte trotzdem fröhliche Urständ. Am Innsbrucker Südring, am Mitterweg und in einigen Hotels um den Bahnhof. Nun will LR Zoller-Frischauf noch schärfer gegen den illegalen Straßenstrich vorgehen. "Konkret wollen wir künftig nicht mehr nur schärfer gegen Prostituierte vorgehen, sondern auch die Freier bestrafen, die außerhalb bewilligter Bordelle Prostitution in Anspruch nehmen", sagte Zoller-Frischauf zur "Krone". Vorbild ist das Wiener Prostitutionsgesetz, das bereits seit 2011 in Kraft ist.

Prostitution wird ein "fortgesetztes Delikt"

Ein weiterer Punkt, der von der Landespolizeidirektion angeregt wurde, ist die Änderung, dass Prostitution nicht als fortgesetztes Delikt gilt. "Bisher war es so, dass eine Prostituierte von der Anzeige bis zum Abschluss des Verfahrens wegen illegaler Prostitution keine weiteren Strafen zu befürchten hatte – auch wenn sie ihrer Tätigkeit weiterhin nachging", erklärt die für das Polizeigesetz zuständige LR Patrizia Zoller-Frischauf.

Künftig sollen daher mehrere gleiche und aufeinander folgende Übertretungshandlungen jeweils ein eigenständiges Delikt darstellen und als Verwaltungsübertretung geahndet werden können.

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