Mo, 20. August 2018

Sieg beim Klassiker

18.01.2015 14:59

Triumph in Wengen! Reichelt crasht Schweizer Party

Was für eine Super-Vorstellung von Hannes Reichelt! Der ÖSV-Star hat am Sonntag beim Abfahrtsklassiker in Wengen den Schweizer Partyplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Schweizer hatten schon mit einem Doppelsieg durch Feuz und Janka gerechnet - ehe Reichelt mit einem Husarenritt nach ganz oben auf dem Stockerl brauste.

Der mit Startnummer 19 ins Rennen gegangene Hannes Reichelt markierte in 2:36,14 Minuten Bestzeit und hängte den Zweitplatzierten Beat Feuz um zwölf Hundertstel-Sekunden ab. "Ich hab' schon ziemlich aus mir rausgehen müssen. Meine Beine hab' ich gegen Ende des Rennens sehr stark gespürt, aber ich habe mir gedacht: Wenn ich schon müde bin, dann gehe ich wenigstens mit wehenden Fahnen unter", erklärte Reichelt sein Erfolgsgeheimnis.

Nach dem Sieg im Vorjahr in Kitzbühel ziert Reichelts Lebenslauf nun ein weiterer Triumph bei einem Klassiker. "Ich liebe diese Strecke hier in Wengen", meinte Reichelt, "nach Kitzbühel ist Wengen meine Lieblingsabfahrt".

Janka Dritter, Küng Vierter
Auf den Plätzen drei und vier landeten mit Top-Favorit Carlo Janka (+ 0,14) und Patrick Küng (+ 0,80) ebenfalls Schweizer. Der Mann des Tages aus Schweizer Sicht war aber Beat Feuz, der mit Platz zwei sehr zufrieden war. "Unten ist mir leider der Saft ausgegangen, aber nach meinen schwierigen vergangenen Jahren ist Platz zwei sehr schön." Und: "Dem Hannes Reichelt ist der Sieg auf jeden Fall zu gönnen."

Gänzlich ohne Hintergedanken kamen Feuz' Gratulationen freilich nicht daher. "Vielleicht können wir Schweizer ja nächste Woche in Kitzbühel zurückschlagen", schmunzelte er.

Mayer abgeschlagen
Weniger Grund zum Schmunzeln hatte Matthias Mayer. Der Olympiasieger riss einen Rückstand von 2,66 Sekunden auf. Grund: "Bei der ersten Rechtskurve habe ich einen Schlag bekommen, den Schwung nicht mehr zumachen können. Und damit war das Rennen für mich eigentlich vorbei."

40-minütige Unterbrechung
Das Rennen war zwischenzeitlich wegen Funkproblemen für ca. 40 Minuten unterbrochen gewesen. Sogar von einem Abbruch war zwischenzeitlich die Rede - was für Hannes Reichelt besonders bitter gewesen wäre. Zu diesem Zeitpunkt waren nämlich gerade einmal 21 Läufer im Ziel. Um ein Rennen zu werten, müssen aber zumindest die Top-30 gefahren sein.

Herren-Abfahrt in Wengen:
1. Hannes Reichelt (AUT) 2:36,14
2. Beat Feuz (SUI) 2:36,26 +0,12
3. Carlo Janka (SUI) 2:36,28 +0,14
4. Patrick Küng (SUI) 2:36,94 +0,80
5. Kjetil Jansrud (NOR) 2:37,25 +1,11
6. Guillermo Fayed (FRA) 2:37,44 +1,30
7. Tobias Stechert (GER) 2:37,55 +1,41
8. Sandro Viletta (SUI) 2:37,59 +1,45
9. Ondrej Bank (CZE) 2:37,79 +1,65
10. Didier Defago (SUI) 2:37,91 +1,77
11. Marc Gisin (SUI) 2:37,93 +1,79
12. Mauro Caviezel (SUI) 2:37,95 +1,81
13. Georg Streitberger (AUT) 2:37,97 +1,83
14. Steven Nyman (USA) 2:38,01 +1,87
15. Max Franz (AUT) 2:38,08 +1,94
16. Adrien Theaux (FRA) 2:38,11 +1,97
17. Otmar Striedinger (AUT) 2:38,18 +2,04
18. Werner Heel (ITA) 2:38,19 +2,05
19. Dominik Paris (ITA) 2:38,43 +2,29
20. Vincent Kriechmayr (AUT) 2:38,70 +2,56
21. Brice Roger (FRA) 2:38,73 +2,59
22. Matthias Mayer (AUT) 2:38,80 +2,66
23. Jared Goldberg (USA) 2:38,82 +2,68
24. Romed Baumann (AUT) 2:38,89 +2,75
25. Silvano Varettoni (ITA) 2:39,01 +2,87
26. Christof Innerhofer (ITA) 2:39,02 +2,88
27. Silvan Zurbriggen (SUI) 2:39,12 +2,98
28. David Poisson (FRA) 2:39,15 +3,01
29. Benjamin Thomsen (CAN) 2:39,18 +3,04
30. Bostjan Kline (SLO) 2:39,23 +3,09
31. Travis Ganong (USA) 2:39,26 +3,12
Weiters: 38. Florian Scheiber (AUT) 2:40,28 +4,14.

~

46 Läufer klassiert. Ausgeschieden u.a.: Klaus Kröll (AUT), Johan Clarey (FRA), Peter Fill (ITA), Manuel Osborne-Paradis (CAN)

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