Wie geht es weiter, nachdem sich 88 Prozent der Kirchberger Touristiker für eine Loslösung vom Tourismusverband Brixental ausgesprochen hat? Viele Fragen sind noch offen. Das Land wartet ab. Die TVB-Führung warnt vor einem raschen Wechsel zu Kitzbühel.
Mit 88 Prozent der Stimmpunkte sprachen sich die Kirchberger Touristiker – wie berichtet – für einen Ausstieg aus dem Tourismusverband (TVB) Brixental aus. Der gewünschte Wechsel zu Kitzbühel Tourismus ist damit aber längst nicht fix. Der TVB-Aufsichtsrat ist jetzt am Zug und das Land muss final zustimmen.
Ein überhasteter Wechsel mit Jahresende würde dem ganzen Brixental schaden.
TVB-Obfrau Julia Mingler-Haueis
Diese Aufgabe bringt Tourismus-Landesrat Mario Gerber (ÖVP) in Zugzwang. Wie das Land auch immer entscheidet: Unmut und Unruhe sind programmiert. Man müsse jetzt einmal die Entscheidung des TVB-Aufsichtsrates abwarten, sagte Gerber gestern zur „Krone“. Die 88 Prozent seien aber ein „deutliches Votum“. Er verweist auf Verhandlungen, die zwischen den Tourismusverbänden in der Region geführt werden müssten.
Zu klären gibt es in der Tat viel. Im TVB Brixental spricht man von aktuell rund 160 vorliegenden Verträgen und Vereinbarungen, in die Kirchberg eingebunden sei. Obfrau Julia Mingler-Haueis dazu: „Ein überhasteter Wechsel mit Jahresende würde dem ganzen Brixental schaden.“
Mehr Zusammenarbeit mit Kitzbühel statt ein Wechsel von Kirchberg – das will der TVB-Brixental. Auch eine gemeinsame Organisationsstruktur könne geprüft werden. „Wir schließen derzeit nichts aus“, betont die Obfrau.
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