Mehr als 10.000 Personen in der Steiermark brauchen eine Grauer-Star-Operation. Das Land will die Warteliste weiter abbauen, doch auch private Anbieter nehmen zu. So eröffnet nun die Privatklinik Graz-Ragnitz eine eigene Augenchirurgie.
Seit Jahren sind lange Wartelisten für Graue-Star-Operationen großes Thema in der Steiermark. Aktuell warten knapp 10.800 Personen auf einen Eingriff – das ist eine beträchtliche Zahl, aber die Liste war, vor allem durch einen Rückstau aus der Corona-Zeit, schon länger. Anfang 2025 – damals standen über 13.000 Patienten auf der Liste – nahm das Land über sechs Millionen Euro in die Hand, um 3000 Katarakt-OPs im niedergelassenen Bereich durchzuführen.
Bei einem Hintergrundgespräch in der Vorwoche kündigte Gesundheitslanderat Karlheinz Kornhäusl an, dass im Herbst weitere Maßnahmen vorgestellt werden. Derzeit liegen die Kapazitäten der Kages bei gut 10.000 Eingriffe im Jahr, im Schnitt muss man also ein Jahr rechnen, bis man an der Reihe ist.
Neues Angebot in der Privatklinik Graz-Ragnitz
Doch auch immer mehr private Anbieter führen die Katarakt-OPs durch, etwa das Hansa-Privatklinikum, ab sofort außerdem die Privatklinik Graz-Ragnitz. Sie erweitert ihr Angebot um operative Augenheilkunde, das Angebot umfasst neben Grauer Star (Katrakt) unter anderem moderne Linsenverfahren, Netzhaut- und Glaskörperchirurgie sowie Eingriffe an Augenlider und Tränenwegen.
Die Mehrzahl der Eingriffe könne ambulant erfolgen, bei Bedarf steht aber auch eine stationäre Nachbetreuung zur Verfügung. „Wir verbinden hochspezialisierte augenchirurgische Behandlungen mit den Vorteilen einer modernen Klinik: kurze Wartezeiten, höchste chirurgische Sicherheitsstandards, modernste Medizintechnik und die Möglichkeit einer stationären Betreuung bei komplexeren Eingriffen“, betont der ärztliche Leiter Maximilian Zacherl. Die Technologie stammt von der deutschen Firma Zeiss, einem führenden Anbieter im Bereich Augenchirurgie.
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