Autsch! Am Freitag feierte man beim HC Hard noch das 40-jährige Bestehen, feierte ausgiebig im „Spannrahmen“. 24 Stunden später musste man sich dann daheim Bärnbach/Köflach geschlagen geben. Und zwar auf eine Art und Weise, wie man es in der Sporthalle am See bei einem Ligaspiel schon sehr lange nicht mehr erlebt hat.
„Ich muss ehrlich sagen, ich schäme mich. Ich glaube die ganze Mannschaft schämt sich. So eine Leistung vor unseren Fans, die uns unterstützen kommen, geht einfach nicht. Es tut mir ehrlich leid, ich muss sagen es war peinlich“, rang Ante Tokic nach Worten. Doch was war passiert, dass der 32-jährige Routinier so von der Rolle war?
Heftigste Liga-Heimniederlage seit fast elf Jahren
Ganz einfach! Seine Harder hatten mit dem 26:34 gegen Bärnbach/Köflach gerade die höchste Bundesliga-Heimniederlage seit 3576 (!) Tagen kassiert! Am 18. Dezember 2015 verlor man daheim gegen die Fivers aus Margareten mit 23:35 (8:17) sogar mit zwölf Toren Unterschied. Seither gab es zwar am 26. Mai 2018 mit dem 23:30 gegen die Fivers und dem 23:30 am 11. Oktober 2020 gegen Schwaz zwei Minus-7-Niederlagen, aber keine Minus-8-Pleite.
Ex-Harder als „Sargnagel“
Dabei sah es zur Halbzeit noch vielversprechend aus. In den ersten 30 Minuten wechselte die Führung immer wieder, keines der beiden Teams konnte aber mehr als einen Treffer an Vorsprung herausspielen – Pausenstand 16:16. Doch nach Wiederbeginn, war es ausgerechnet der Ex-Harder Ivan Horvat, der den „Untergang“ seines ehemaligen Arbeitgebers mit einläutete. Nachdem Bärnbach-Topscorer Pavle Petrovic mit seinem sechsten von insgesamt neun Toren auf 17:16 gestellt hatte, legte Horvat mit einem Doppelschlag nach fixierte eine Drei-Tore-Führung. Berkant Cirit verkürzte zwar nochmals auf Minus-2, danach zogen die Steirer aber rasch auf 23:17 davon – die Partie war gelaufen.
„Das haben die Fans nicht verdient“
„Mit der Leistung können wir absolut nicht zufrieden sein. Und was halt überhaupt nicht geht, wenn es mal nicht läuft, dass jeder den Kopf runternimmt und aufhört zu kämpfen. Das haben die Fans nicht verdient, die hier in die Halle kommen und uns unterstützen und das ist auch nicht unser Anspruch“, ärgerte sich Hards Matthias Hild.
Wiedergutmachung in Wien
Eine herbe Niederlage, die auch den leichten Aufwärtstrend nach den zwei Siegen zuletzt auswärts in Krems und davor daheim gegen Meister Vöslau jäh bremst. Zumal am kommenden Samstag das schwere Auswärtsspiel bei den Fivers Margareten in der Wiener Hollgasse wartet. Aber seit Samstag und der blamablen Pleite gegen Bärnbach haben die Harder eine neue Motivation, oder wie es Tokic formulierte: „Wir werden das wiedergutmachen!“
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