Angst vor Ausverkauf

Verhandlungen über Schicksal der AMAG

1000 von insgesamt 1500 Mitarbeitern stellten am Mittwoch die Weichen für ihr weiteres Vorgehen im Ringen um die Zukunft der AMAG in Ranshofen. Die Belegschaft, der über eine Stiftung 20 Prozent des Unternehmens gehören, schickt ihre Betriebsräte am Dienstag in Gespräche mit der Generaldirektion, über ein Verhandlungsmandat wird aber erst abgestimmt.

Auch Hunderte Schichtarbeiter, die frei hatten, fuhren eigens in die Fabrik, um sich über den derzeitigen Stand informieren zu lassen. Chef und 40-Prozent-Eigentümer Klaus Hammerer will bekanntlich verkaufen, Interessenten schielen auch nach den 20 Prozent der Mitarbeiterstiftung.

„Wir haben sie vor acht Jahren gegründet, um die Arbeitsplätze zu sichern“, sagt Walter Schopf von der Metallergewerkschaft, die gegen einen Verkauf der Belegschaftsanteile ist. Die Mitarbeiter wollen sich erst entscheiden, wenn sie ganz klare Informationen haben. Dazu sollen Betriebs- und Stiftungsrat am Dienstag Gespräche mit Hammerer und seinem Stab führen.

Ob sie dabei nur Infos einholen oder schon konkret verhandeln können, wissen sie erst am Montag, wenn das Ergebnis einer Urabstimmung vorliegt, die derzeit läuft. In ihr werden die AMAG-Mitarbeiter gefragt, ob sie den Betriebsräten überhaupt ein Verhandlungsmandat geben.

 

 

Foto: Chris Koller

Dienstag, 18. Mai 2021
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