Di, 11. Dezember 2018

"Gutes Arbeitsklima"

22.10.2014 20:28

Fischer fordert bei Athen-Besuch weitere Reformen

Bundespräsident Heinz Fischer hat bei seinem Treffen mit der griechischen Regierungsspitze am Mittwoch in Athen eine Fortsetzung der Reformpolitik der vergangenen Jahre gefordert. Dies habe man dem Bundespräsidenten auch zugesagt, erklärte dessen Sprecher Bruno Aigner. Das Arbeitsklima innerhalb der griechischen Regierungskoalition habe Fischer demnach als "konstruktiv" beschrieben.

Nach Ansicht des Bundespräsidenten gebe es "Anlass zur Zuversicht, dass sich die Periode des EU-Schutzschirms dem Ende nähert und Griechenland in absehbarer Zeit auf eigenen Beinen stehen kann", so Aigner. Fischer habe jedoch betont, "dass die Reformpolitik der letzten Jahre nicht aufs Spiel gesetzt werden darf, sondern vielmehr fortschreiten muss".

Arbeitsklima in Koalition "konstruktiv"
Fischer habe mit dem konservativen Premier Antonis Samaras und seinem Vize, dem Sozialisten Evangelos Venizelos, zudem die Präsidentschaftswahlen 2015 besprochen. Die Regierungskoalition verfügt gegenwärtig nur über eine hauchdünne Mehrheit im Parlament, viele Beobachter zweifeln daher daran, dass sie die für die Wahl notwendige Drei-Fünftel-Mehrheit erreichen kann. Gelingt dies der Regierung nicht, drohen Neuwahlen. Glaubt man Umfragen, würden diese Oppositionschef Alexis Tsipras von der radikalen Linkspartei SYRIZA an die Spitze bringen, den Fischer am Donnerstag treffen wird.

Zu den Überlebenschancen der gegenwärtigen griechischen Regierung wollte sich Fischer laut Aigner nicht äußern: "Der Bundespräsident will sich innenpolitisch nicht einmischen." Allerdings habe Fischer den Eindruck gehabt, das Arbeitsklima innerhalb der Koalition sei "konstruktiv", die Arbeitsbasis "vernünftig".

Zypern-Konflikt angesprochen
Thema der Gespräche waren auch der Zypern-Konflikt und der Namensstreit mit dem Nachbarland Mazedonien sowie der internationale Terrorismus. In der gegenwärtig festgefahrenen Zypern-Frage habe Fischer dafür plädiert, dem "Dialog eine Chance zu geben und diesen fortzusetzen".

Fischer auf kultureller Mission
Bei seinem Besuch in der griechischen Hauptstadt verfolgt Fischer auch eine kulturelle Mission. Am Mittwochabend eröffnete er gemeinsam mit seinem griechischen Amtskollegen Karolos Papoulias eine Ausstellung unter dem Titel Hellenic Renaissance über den Ringstraßen-Architekten Theophil Hansen in der Athener Theocharakis-Foundation. Der Däne Hansen ist in Österreich für seine bedeutenden Arbeiten in Wien bekannt, spielte aber nach Ansicht der Kuratoren auch für den griechischen Baustil im 19. Jahrhundert eine entscheidenden Rolle. In der Ausstellung sind mehr als 180 Zeichnungen Hansens aus österreichischen und dänischen Archiven zu sehen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Bis Sommer 2021
Rapid: Sportboss Bickel vor Vertragsverlängerung
Fußball National
Star-Trainer
Guardiola spricht über Rassismus-Eklat bei ManCity
Fußball International
Bayerns Sportboss
Salihamidzic: „Habe mehr bewegt als Vorgänger“
Fußball International
„Dancing Stars“:
Görgl bestätigt - Ernst tanzt mit einer Frau
Video Stars & Society

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.