Mi, 26. September 2018

Serbien - Albanien

16.10.2014 10:28

Todesangst! So erlebten die Aktiven den Skandal

Unfassbare Szenen haben sich beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Serbien und Albanien abgespielt. Jetzt sprechen die Beteiligten, die das Geschehen hautnah miterlebten, über ihre Ängste.

Als in der 42. Minute eine Drohne mit der Fahne "Groß-Albaniens" über das Spielfeld flog, riss Serbiens Stefan Mitrovic diese hinunter und die Situation eskalierte. Wie bild.de berichtet, hatte der Freiburg-Verteidiger keine bösen Absichten: "Wir wollten einfach weiter Fußball spielen. Deshalb habe ich die Fahne runter gezogen. Ich wollte sie dem vierten Offiziellen geben. Ich hatte nicht vor, auf sie zu treten oder andere schlechte Absichten. Dann kamen die albanischen Spieler auf mich zu, und jeder konnte sehen, was passiert ist", so Mitrovic.

Es folgten Schlägereien zwischen Spielern und Ausschreitungen durch Fans. Das Spiel musste abgebrochen werden. Das Video der Ausschreitungen können Sie hier sehen.

Der Co-Trainer Albaniens Altin Lala zeigte sich nach den Vorfällen schockiert: "Ich hatte Todesangst, habe zum Glück nix abbekommen. Ich bin hart im Nehmen, aber so viel Hass habe ich noch nie erlebt. Sogar die Security, die für Ordnung sorgen soll, hat zugeschlagen. Im Kabinentunnel habe ich sogar Polizisten gesehen, die unsere Spieler geschlagen haben."

"Die hätten uns gekillt"
Die Situation geriet komplett außer Kontrolle, als wütende Fans auf das Spielfeld rannten."Auf den Platz sind etliche Hooligans gestürmt, haben losgeprügelt. Ein Tor zum Block war offen. Wenn es 100 oder 200 Hooligans auf den Platz geschafft hätten, bin ich sicher: Die hätten uns gekillt", sagt Lala.

Dortmund-Spieler Milos Jojic (Serbien) hat das Skandalspiel miterlebt und gab Entwarnung: "Ich bin wieder in Dortmund! Es ist alles gut!" Doch auch er sieht die Schuldigen bei Albanien: "Das war eine Provokation der Anhänger von Albanien. Ich bin nicht angegriffen worden, weil ich auf der Bank saß. Was jetzt passieren wird, weiß ich nicht."

Der serbische Fußballverband wünscht sich eine Strafverifizierung und hat die UEFA aufgefordert, das Spiel mit 3:0 und drei Punkten für Serbien zu werten. Andere Möglichkeiten wären: die normale Fortsetzung des Spiels, die Fortsetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder eine Wiederholung der Partie.

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