Mimm kaltstellen?

Chaos um “Drohung” gegen Fußball-Gewerkschafter

Sport
14.10.2014 18:00
Die Fußball-Bundesliga wehrt sich gegen den Vorwurf der Kicker-Gewerkschaft VdF, deren Spielervertreter Dennis Mimm wegen kritischer Aussagen in der Öffentlichkeit kaltstellen zu wollen. Keinesfalls habe man dessen Arbeitgeber SC Wr. Neustadt dazu angehalten, Mimm aufgrund seiner kritischen Haltung mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu drohen, erklärte die Liga am Dienstag. Auslöser der Aufregung: Mimm hatte kritisiert, dass es eine Ironie sei, "dass man von einer Profiliga spricht. Das ist sie nie und nimmer, weil das Geld dafür nicht da ist. So wie es jetzt ist, ist es fahrlässig".

Auch Wr. Neustadt verwahrte sich gegen die Behauptung der VdF. Zwar habe die Liga gegenüber dem Klub zum Ausdruck gebracht, über Mimms Aussagen "nicht erfreut" zu sein, dass es einschlägige Drohungen gegeben habe, sei aber "schlichtweg nicht richtig". Man verstehe die Position der Liga, wolle seinen Spielern aber nicht den Mund verbieten. Ein Verbot von Medienterminen sei "definitiv nicht der richtige Weg", erklärte der SCWN.

Die Bundesliga wies darauf hin, dass ihr eine professionelle Außendarstellung des Produkts im Interesse aller Fans und Partner des österreichischen Fußballs am Herzen liege und es im Interesse aller Beteiligten sein sollte, dieses Ziel gemeinsam zu verfolgen. Deshalb hätten auch Gespräche mit dem Klub stattgefunden. "Dass diese jedoch seitens der VdF (Anm.: in einem am Dienstag an die Liga gesandten Offenen Brief) als Drohung dargestellt werden, wertet die Österreichische Fußball-Bundesliga als 'grobes Foul'", hieß es in dem Liga-Schreiben.

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