Rassismus-Skandal

UEFA bestraft Italiens Verbandsboss Tavecchio

Sport
07.10.2014 17:35
Der italienische Fußball-Verbandspräsident Carlo Tavecchio darf nach Rassismus-Vorwürfen gegen ihn sechs Monate lang nicht für UEFA-Ämter kandidieren. Der 71-Jährige werde auch nicht am nächsten Kongress im März 2015 teilnehmen, erklärte die UEFA am Dienstag in Nyon.

Italiens Verband FIGC erklärte, die Entscheidung akzeptieren zu wollen. Tavecchio werde zudem eine Veranstaltung in Italien organisieren, um die UEFA-Maßnahmen gegen Rassismus bekanntzumachen, teilte der Kontinental-Verband weiter mit. Bisher ist Tavecchios Vorgänger als FIGC-Präsident, Giancarlo Abete, Vize-Präsident der UEFA. Abete war nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus der Italiener bei der WM in Brasilien zurückgetreten, Tavecchio trat seine Nachfolge an.

Tavecchio hatte vor seiner Wahl mit einer Aussage über ausländische Profis in der Serie A für einen Eklat gesorgt, als er erklärt hatte: "England identifiziert die Spieler, wenn sie kommen, damit nur Profis spielen. Bei uns hingegen kann 'Opti Poba', der vorher Bananen gegessen hat, plötzlich Stammspieler bei Lazio werden."

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