Di, 21. August 2018

Video beider Spiele

05.10.2014 21:05

Kampl mit "Gurkerl-Tor", Rapid feiert "Tor-Kopie"

Wiener Neustadt bleibt der Lieblingsgegner von Red Bull Salzburg. Österreichs Fußball-Meister gewann am Sonntag zum Abschluss der 11. Bundesliga-Runde das Heimspiel gegen die Niederösterreicher mit 4:1 (2:1) und feierte damit den neunten Sieg in Folge gegen die Truppe von Heimo Pfeifenberger. Die Highlights und alle Tore gibt es oben im Video. Rapid gewann ebenfalls am Sonntag 2:1 in Ried und jubelte über eine "Tor-Kopie". Beide Treffer resultierten aus einer Hofmann-Ecke und einem Dibon-Kopfball.

Rapids 2:1-Sieg in Ried (hier geht's zum Video vom Spiel):
Alle drei Treffer fielen aus Standard-Situationen. Robert Beric (52.) und Mario Sonnleitner (59.) drehten die Partie, nachdem die Gastgeber durch Oliver Kragl kurz vor der Pause in Führung gegangen waren (45.+1). Dabei hätte es schon in der 7. Minute 1:0 für Rapid stehen müssen. Nach einer Flanke von Louis Schaub gelangte der Ball über Beric zu Hofmann, der aus kurzer Distanz nur einen Lattenpendler fabrizierte. Danach sahen die 5.200 Zuschauer viel Kampf und Krampf, aber wenige Torszenen. Ein Schuss von Rapids Stefan Schwab verfehlte klar das Ziel (35.), einen Abschluss von Patrick Möschl parierte Rapid-Goalie Jan Novota per Faustabwehr (40.).

Novota reagierte bei Freistoß zu spät
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war Novota aber geschlagen, als er bei einem Freistoß des später verletzungsbedingt ausgetauschten Kragl das Nachsehen hatte, viel zu spät reagierte. Die vor der Pause feldüberlegenen Rapidler kämpften sich dank ihrer Stärke bei ruhenden Bällen zurück ins Spiel. In der 52. Minute köpfelte Christopher Dibon nach einem Eckball von Steffen Hofmann aufs Tor, der Ball wurde von der Schulter von Beric noch abgelenkt, weshalb der Slowene als offizieller Torschütze angegeben wurde. Ausgangspunkt war wieder eine Ecke von Hofmann und ein darauffolgender Kopfball von Dibon - diesmal stand Sonnleitner goldrichtig und bugsierte den Ball aus kurzer Distanz via Innenstange über die Linie.

Barisic: "Wir haben mehr Aufwand betrieben"
Rapid-Trainer Zoran Barisic freute sich: "Wir haben die Standardsituationen immer wieder trainiert, das war letztes Jahr unsere Stärke. In dieser Saison noch nicht so oft, jetzt hat's funktioniert. Insgesamt haben wir verdient gewonnen, weil wir mehr Aufwand betrieben haben. Was mir nicht so gefallen hat: Nach dem 2:1 haben wir einige Konterchancen liegen lassen, da hätten wir effizienter spielen müssen, um das Match vorzeitig zu entscheiden." Zum nicht gegebenen Elfmeter: "Ich kommentiere grundsätzliche keine Schiedsrichter-Entscheidungen in der Öffentlichkeit. Ich bin auch nicht immer sehr zufrieden, aber wir müssen es einfach hinnehmen."

Salzburgs 4:1-Erfolg über Wr. Neustadt:
Der Rückstand der zweitplatzierten "Bullen", die in den jüngsten vier Pflichtpartien siegreich blieben, auf Spitzenreiter WAC beträgt weiterhin drei Punkte. Salzburg-Coach Adi Hütter hatte im Vergleich zum Europa-League-Sieg bei Astra Giurgiu einige Änderungen vorgenommen: Soriano, Alan und Christoph Leitgeb saßen zunächst nur auf der Bank, außerdem fehlte Andre Ramalho wegen einer Sperre. Auf der Gegenseite stand eine Tormann-Rochade im Mittelpunkt. Pfeifenberger ließ den früheren Red-Bull-Spieler Domenik Schierl in der Bundesliga debütieren.

Der 20-Jährige war schon in der 3. Minute zum ersten Mal geschlagen. Nils Quaschner setzte Ankersen ein, der mit einem Schuss ins lange Eck auf 1:0 stellte. Zum zweiten Mal musste Schierl in der 22. Minute nach einem Schuss von Sabitzer ins lange Eck hinter sich greifen, dafür rettete der Schlussmann gleich dreimal (20., 36., 43.) gegen Kevin Kampl. Der überragende Slowene traf zudem in der 13. Minute nur die Stange.

Wr. Neustadt nützte erste Chance zum Tor
Weit effizienter präsentierten sich vorerst die Wiener Neustädter, denen mit ihrem einzigen ernst zu nehmenden Angriff in der ersten Hälfte der Anschlusstreffer gelang. Rauter zog von der eigenen Hälfte aus auf und davon, ließ den mitgeeilten Stefan Ilsanker schlecht aussehen und schoss trocken ins lange Eck ein (31.).

Die Salzburger kamen nach der Pause dem dritten Treffer bei einem Stangentreffer von Ankersen (55.) und einem schwachen Sabitzer-Schuss aus aussichtsreicher Position (62.) nahe. Für die Entscheidung sorgte dann der kurz zuvor eingewechselte Soriano, der in der 78. Minute einen Freistoß sehenswert im Tormann-Eck versenkte - sein 19. Tor im 12. Spiel gegen Wiener Neustadt. Fünf Minuten später hatte der ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Alan mit einem Lattenschuss Pech, in der 85. Minute gelang Kampl aus spitzem Winkel zwischen die Beine von Schierl das 4:1. Mit dem "Gurkerl-Tor" krönte er seine starke Leistung.

Für die Salzburger war es der vierte Pflichtspiel-Sieg in Folge. Die Bilanz gegen Wiener Neustadt steht bei neun Siegen aus den jüngsten neun Aufeinandertreffen bei einem Torverhältnis von 44:5. Allerdings schaffte es der Doublegewinner nicht mehr, so wie in den jüngsten sechs Duellen mit den Niederösterreichern zumindest fünf Tore zu erzielen.

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