Alarm um Giftköder

Tierquälerei in Kärnten: Eine Anzeige pro Woche

Kärntner Tierschützer warnen vor einer Anschlagserie und setzen ein "Kopfgeld" auf Täter aus, die Polizei ermittelt: Vergiftete Hunde in Klagenfurt, St. Veit und Feldkirchen sorgen seit Wochen für Aufregung. In Kärnten wird im Schnitt pro Woche ein Fall von Tierquälerei angezeigt. Meist verlaufen die Ermittlungen im Sand.
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"Wer wehrlose Tiere quält und tötet, ist eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft", ist man beim Österreichischen Tierschutzverein fassungslos nach den Meldungen über vergiftete Hunde in Kärnten und Salzburg. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, wurde eine Prämie in Höhe von 500 Euro ausgelobt.

Polizei: Keine Hinweise auf Tierhasser
Dafür, dass tatsächlich ein Tierhasser hinter den Vergiftungen in Klagenfurt, St. Veit und Feldkirchen steckt, gibt es laut Landeskriminalamt allerdings keine Hinweise. "Wir haben in keinem einzigen Fall einen Anhaltspunkt, dass ein Tier mit einem Köder vergiftet worden ist", erklärt Gottlieb Türk, Leiter des Kriminalamtes.

Vergiftung nicht automatisch auf Köder zurückzuführen
So gibt es seit Donnerstag in einem weiteren vermeintlichen Fall von Tierquälerei Entwarnung. Wie im Labor bestätigt wurde, hat der angebliche Giftköder kein Gift enthalten. Vielmehr werden verantwortungslos ausgelegte Schnecken- und Rattengifte für die Vergiftungen verantwortlich gemacht.

Kärnten: Mehr Anzeigen wegen Tierquälerei
In Kärnten ist die Zahl der Anzeigen wegen Tierquälerei dennoch steigend. Wie Nationalrat Philip Kucher in einer parlamentarischen Anfrage erheben ließ, wurden 50 Fälle im Jahr 2012 zur Anzeige gebracht, 2013 bereits 55. Dieses Jahr dürfte die Zahl weiter steigen.

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