26.07.2014 17:03

Heftige Schreiduelle

Anti-Israel-Kundgebung und Gegendemo in Wien

In der Wiener Innenstadt hat am Samstagnachmittag eine Kundgebung zum "Al-Quds-Tag" begonnen. Der Tag, an dem die Befreiung Jerusalems - arabisch: Al-Quds - von der "zionistischen Besatzung" heraufbeschworen wird, wurde vom iranischen Revolutionsvater Ayatollah Ruhollah Khomeini 1979 ausgerufen. Seitdem wird an diesem Tag weltweit demonstriert und die Vernichtung Israels propagiert. Auch eine Gegendemonstration formierte sich in der City.

Veranstalter der Al-Quds-Kundgebung, die vom Morzinplatz zum Stephansplatz zog, waren verschiedene muslimischen Organisationen, unter anderem war auch die iranische Imam-Ali-Moschee beteiligt. Rund 250 Teilnehmer riefen Parolen wie "Israel raus aus Gaza", "Israel raus aus Palästina" oder "Solidarität mit Gaza".

Die Veranstalter wiesen zu Beginn der Kundgebung darauf hin, dass es auch eine Gegendemonstration gebe, und riefen die Teilnehmer dazu auf, sich "nicht provozieren zu lassen". Mit "Lasst Gaza leben, lasst Gaza frei"- und "Zionismus ist Rassismus, Zionismus ist Faschismus"-Sprechchören marschierte die Menge vom Schwedenplatz Richtung Rotenturmstraße.

Gegendemonstranten versammelten sich
Die Gegendemonstration am Lugeck wurde vom "Bündnis gegen den Al-Quds-Tag in Wien" organisiert. Hierzu gehören unter anderem die Israelitische Kultusgemeinde, das iran-kritische Bündnis "Stop the Bomb" und andere Organisationen.

An den Al-Quds-Aufmärschen, die in diesem Jahr wieder in mehreren europäischen Hauptstädten stattfinden, würden auch Anhänger der libanesischen Hisbollah teilnehmen, "einer maßgeblichen Stütze des iranischen Regimes, die immer wieder in Terroranschläge weltweit verwickelt war", wie "Stop the Bomb" kritisierte. Auch viele Türken wurden zu den Kundgebungen erwartet.

Teilnehmer lieferten sich Schreiduelle
Laut Polizeiangaben nahmen auf der Seite der Al-Quds-Kundgebung mehr als 400 Menschen teil, bei der Gegendemonstration rund 150. Am Begegnungsort beider Demonstrationszüge am Lugeck kam es zu heftigen Schreiduellen zwischen den beiden Teilnehmergruppen. Zwischenfälle und Auseinandersetzungen blieben aus.

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