Krems-Legionär

„Dachte, ich lande hier im letzten Loch“

Handball
06.05.2026 06:00

Krems-Legionär bastelt an einem würdigen Abschied aus der Wachau, er wechselt im Sommer nach Deutschland. Sein Trainer Ibish Thaqi hält große Stücke auf den Rechtaußen, hat auch schon einen Ersatz parat...

Dem österreichischen Handball hat er mit jeweils einem Meistertitel und Cupsieg schon längst seinen Stempel aufgedrückt. Am Mittwoch (19.30) kämpft Krems-Legionär Thies Bergemann zuhause gegen Ferlach im zweiten Viertelfinalspiel aber gleich gegen ein doppeltes Aus...

Denn mit einer Niederlage wäre nicht nur die Mission „Titelverteidigung“ gescheitert, sondern auch die Zeit des Deutschen in der Wachau vorbei. Im Sommer kehrt er nämlich in seine Heimat zurück, wechselt zum Zweitligisten Lübbecke. Dabei fühlt er sich in Krems pudelwohl: „Ich dachte zuerst ich lande hier im letzten Loch, aber es ist richtig schön“, schwärmt der 30-Jährige von seiner neuen, bald alten Heimat.

Krems-Legionär Bergemann und Freundin Lotta Heider mit dem Meisterpokal.
Krems-Legionär Bergemann und Freundin Lotta Heider mit dem Meisterpokal.(Bild: UHK Krems)

Die Liebe ruft 
Was ihn neben der sportlichen Perspektive dennoch wieder nach Deutschland zieht? Natürlich die Liebe! Denn Freundin Lotta Heider ist ebenfalls Handballerin, kämpft mit Bundesligist Thüringer aktuell um den Meistertitel. „Ich habe sie in diesem Jahr erst dreimal gesehen. Das wird einfacher, ab Sommer spiele ich nur noch cirka drei Stunden Autofahrt entfernt“, erzählt Bergemann.

Bergemann und Coach Thaqi verstehen sich blendend.
Bergemann und Coach Thaqi verstehen sich blendend.(Bild: GEPA)

„Waren richtig schlecht“
Im Hier und jetzt geht’s für ihn aber um seinen zweiten Meistertitel in Österreich, Krems steht nach der bitteren Niederlage im Siebenmeterwerfen in Ferlach bereits unter Zugzwang. „Wir waren da richtig schlecht, hätten die Partie dreimal entscheiden müssen“, knirscht der Rechtsaußen. 

Würdiger Ersatz
In seine großen Fußstapfen von 317 Treffern in 51 HLA-Spielen tritt übrigens Maxim Schalles, er kommt aus der zweiten deutschen Liga von Großwallstadt. „Thies ist aktuell der beste Legionär in unserer Liga, aber Maxim wird ein würdiger Ersatz sein“, weiß Krems-Coach Ibish Thaqi.
Indes kann Grunddurchgangssieger Vöslau mit einem Auswärtssieg am Mittwoch (18) gegen Bärnbach/Köflach den ersten Halbfinaleinzug der Vereinsgeschichte fixieren.

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