So, 22. Juli 2018

23. Juli 2014

23.07.2014 09:35

Jetzt handeln!

Dass Politik im Sport nichts verloren haben soll, ist ein Totschlag-Argument gegen Kritiker von Großereignissen in gewissen Ländern: Denn mit der Vergabe von Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften an diktatorisch und autokratisch geführte Staaten festigen ja IOC und FIFA gerade diese Regimes. Und betreiben damit selbst Politik auf allerhöchster Ebene.

Die Zeit ist reif umzudenken: Menschenrechte und Umweltschutz dürfen nicht zu einem belächelten Hobby einer nervenden Minderheit von Weltverbesserern degradiert werden – selbst wenn Aufträge für den Bau von Sportstätten wichtige Arbeitsplätze sichern!

Lernen wir aus der Geschichte, ohne in der Vergangenheit zu leben: Die Fehler durch Megaevents in China oder Russland sind passiert, aber sie sollen sich nicht unbedingt wiederholen. Die nächsten beiden Fußball-Weltmeisterschaften müssen neu vergeben werden!

Wer die erschütternden Bilder der sterblichen Überreste der Opfer des Flugzeug-Abschusses in der von Wladimir Putin kontrollierten Ostukraine gesehen hat, kann nicht zu einer anderen Entscheidung kommen: Pietätlos gegenüber den Hinterbliebenen, versuchte man, Spuren zu beseitigen. Wer so zynisch mit dem Tod umgeht, hat auch keinen Respekt vor dem Leben: Die für 2018 in Russland geplante WM kann niemals ein Fest der Freude werden.

Und auch vier Jahre später darf Katar keinesfalls Gastgeber der Fußballwelt sein – nicht nur wegen der Korruptionsvorwürfe, sondern auch wegen fehlender demokratischer Standards, die zur Unterdrückung der Frauen und zum Quälen politischer Gefangener führen. Jetzt muss gehandelt werden: Sonst klebt Blut an den Händen der mächtigen Sportfunktionäre!

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