Auf den Philippinen ist ein „nationaler Energienotstand“ ausgerufen worden. Wegen der Auswirkungen des Iran-Krieges sei die Versorgungssicherheit des Landes gefährdet. Der von Präsident Ferdinand Marcos unterzeichnete Erlass ermächtigt das Energieministerium unter anderem dazu, gegen Hamsterkäufe oder Wucher vorzugehen.
Das Ministerium soll künftig zur Sicherung von Verträgen zur Treibstofflieferung Vorauszahlungen leisten dürfen. Zudem soll das Verkehrsministerium Steuervergünstigungen für Kraftstoffe gewähren und Mautgebühren oder Luftverkehrsgebühren senken oder aussetzen dürfen.
Inselstaat stark importabhängig
Erforderlich werde die Ausrufung des Notstandes durch die „unmittelbare Gefahr für die Verfügbarkeit und Stabilität der Energieversorgung“ des Landes, die aus dem „anhaltenden Konflikt im Nahen Osten“ resultiere, hieß es im Erlass. Die Philippinen zählen zu den Ländern mit den höchsten Energiekosten in der Region. Zugleich ist das Land stark von importierten Kraftstoffen abhängig.
Sri Lanka spart bei Licht
In Sri Lanka ordneten die Behörden unterdessen an, dass ab Dienstag die Lichter von Straßenbeleuchtungen und Reklametafeln ab 21.00 Uhr (Ortszeit) ausgeschaltet werden sollen; lediglich in Hochsicherheitsbereichen sollen die Laternen demnach an bleiben. Regierungssprecher Nalinda Jayatissa kündigte zudem an, dass staatliche Einrichtungen die Verwendung von Klimaanlagen künftig stärker einschränken sollen.
Vier-Tage-Woche soll Strom sparen
Insgesamt will Sri Lanka durch verschiedene Maßnahmen seinen Energieverbrauch um 25 Prozent senken. Ein Vertreter des Energieministeriums warnte, dass landesweite Stromausfälle drohten, falls der Verbrauch nicht drastisch reduziert werde. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Inselstaat eine Vier-Tage-Woche eingeführt und Homeoffice-Regelungen wieder in Kraft gesetzt, um das Verkehrsaufkommen und damit den Spritverbrauch zu verringern.
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