Eine Durchsage machte alle Fahrgäste auf die Problematik aufmerksam und wies auf die Möglichkeiten zur Unterstützung und Solidarität mit dem Personal der Wiener Linien hin. "Immer wieder kommt es zu niederträchtigen Attacken auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien. Das darf nicht sein", tönte es aus den Lautsprechern. Und: "Bitte unterstützen sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien, wenn sie eine problematische Situation beobachten."
Man sei, so wurde betont, 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche sowie 365 Tage im Jahr für die Fahrgäste da: "Seien Sie auch für uns da." Fahrgäste können sich in den nächsten Tagen auch von einer der Informations- und Vorverkaufsstellen der Wiener Linien einen Sticker mit dem Motto "Wiener Linien gegen Gewalt" holen. Zudem tragen die Straßenbahnen Fähnchen mit der Devise "Wiener Linien gegen Gewalt".
Laut einem Sprecher waren die Rückmeldungen der Fahrgäste positiv. Nach dem Zwischenstopp sei der normale Betrieb sofort wieder aufgenommen worden, wurde versichert.
"Die Angriffe müssen aufhören"
Geschäftsführung und Belegschaftsvertretung der Wiener Linien ist ein gemeinsames Vorgehen besonders wichtig. "Die Angriffe auf unsere Kolleginnen und Kollegen müssen aufhören", so Michael Bauer, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates. "Wir verhandeln noch über weitere Sicherheitsmaßnahmen, wollen aber auf alle Fälle auch unsere Fahrgäste darauf aufmerksam machen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien zu unterstützen."
Und auch die Geschäftsführung der Wiener Linien sieht im Aktionstag gegen Gewalt ein wichtiges Signal: "Die verstärkte Sicherheit am Fahrerplatz, der Ausbau der Videoüberwachung und der Einsatz modernster Fahrzeuge sind Maßnahmen, von denen wir uns mehr Sicherheit für unser Personal erwarten", fasst Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer die zentralen Punkte aus dem neuen Sicherheitspaket zusammen (Bericht siehe Infobox).
Brauner: "Wir setzen heute gemeinsam ein Zeichen"
"Letztlich ist aber auch entscheidend, dass in der Gesellschaft breit über Gewalt reflektiert wird. Darauf wollen wir heute hinweisen", so Steinbauer und Bauer. "Wir wollen, dass sich die Menschen hier friedlich und mit Respekt begegnen. Dafür setzen wir heute gemeinsam ein Zeichen", unterstützt auch Öffi-Stadträtin Renate Brauner die Aktion tatkräftig.
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