Oldie but Goldie

Phänomen Perthaler

Phänomen: Wort mit griechisch-lateinischer Herkunft; 1. etwas, was als Erscheinungsform auffällt, ungewöhnlich ist; Erscheinung. 2. das Erscheinende, sich den Sinnen Zeigende. 3. Mensch mit außergewöhnlichen Fähigkeiten...

So lautet die Erklärung im Duden. Viel einfacher ist dafür jene der Black-Wings-Fans - zwei Wörter genügen. Ja, eigentlich ein Name: Christian Perthaler. Jener Crack, der die Linzer erst Dienstag in Salzburg mit einem Doppelpack zum 4:3 in der Verlängerung schoss. Seine Saisontreffer 17 und 18, mit denen er sich in der Liga-Torschützenliste auf Platz fünf hievte.

Eine Bilanz, die selbst Kurt Harand sprachlos macht. Der Trainer im O-Ton über seinen Kapitän: „Er ist unglaublich!“ Perthaler selbst bleibt bescheiden. Über sein Erfolgsgeheimnis sagt er nur: „Ich steh´ halt richtig, krieg´ gute Pässe - und hab´ Glück…“

Über 550 Spiele
Das er abseits der Eisfläche schon lange gefunden hat: Ende April zieht er mit Ehefrau Birgit und Tochter Lena in ein Haus nach Wilhering. Im Juli wird er 38. Seit 1989 ist er Profi. Über 550 Spiele hat er in den Knochen. „Ich hab viele Kilometer gemacht - das spür´ ich“, sagt Perthaler, „deshalb muss ich mehr tun, besonders regenerativ.“

Gestern saß der Stürmer daher am Vormittag 40 Minuten am Ergometer. Nach dem Spiel ist schließlich vor dem Spiel. Und morgen kommt Graz. Perthaler: „Wir müssen die Play-Off schaffen. Sonst war´s umsonst, dass ich bis jetzt gut gespielt habe.“

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 01. März 2021
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