50 halbautomatische Waffen und ein großer Polizeieinsatz – der Kurs eines Brauchtumsvereins sorgte am Samstag, wie berichtet, für Aufsehen. 19 Mitglieder wurden vorläufig festgenommen und verhört. Die Justiz ermittelt. Auch die Landespolitik wird sich mit dem Thema beschäftigen. Und die Polizei schickt eine Rechnung.
„Die Bilder, die uns am Wochenende in den Medien erreicht haben, sind beängstigend. Ich erwarte mir hier eine rasche und lückenlose Aufklärung. Denn: Bei einem Treffen mit 20 schwer bewaffneten Personen können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagt der Landeschef der SPÖ, Martin Winkler.
SPÖ fordert rasche Einberufung
Daher forderte er in der Regierungssitzung am Montag die rasche Einberufung des Landessicherheitsrates, die er gemeinsam mit SP-Klubvorsitzender Sabine Engleitner-Neu an Landeshauptmann Thomas Stelzer übermittelte. Die SPÖ möchte über die Gefährdungslage in Oberösterreich Bescheid wissen sowie Informationen zu den Hintergründen zu diesem Einsatz.
Großer Einsatz
Ein Großaufgebot an Polizisten – Cobra, Schnelle Interventionsgruppe, Streifenbesatzungen, sprengstoffkundiges Organ, Waffenmeister, Hundeführer und Helikoptercrews – stand am Samstag im Einsatz, nachdem ein Zeuge gemeldet hatte, dass bei dem Bauernhof mehrere Personen mit Sturmgewehren hantiert haben sollen.
Das Gebäude wurde umstellt und von der Cobra durchsucht, dabei konnten Dutzende funktionsfähige Lang- und Faustfeuerwaffen samt Munition gefunden werden. 19 Verdächtige (darunter auch Frauen) wurden vorläufig festgenommen. Die Justiz überprüft nun genau, ob alles mit rechten Dingen zugeangen ist.
Polizei schickt Rechnung
Ein finanzielles Nachspiel wird es für die Mitglieder des Brauchtumsvereins auch schon sehr bald geben. Die Polizei wird den großen Einsatz nämlich in Rechnung stellen. Wie hoch die sein wird, steht derzeit allerdings noch nicht fest.

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