04.06.2014 10:50 |

Razzia in Salzburg

Alpine-Pleite wird zum Kriminalfall

Die Milliardenpleite des heimischen Bauriesen Alpine wird zu einem Kriminalfall. Im Auftrag der Korruptionsstaatsanwaltschaft durchsuchen Ermittler den früheren Firmensitz in Salzburg. Es geht um den Verdacht des schweren Betrugs, Untreue, Bilanzfälschung etc. Mögliche Schadenssumme: Hunderte Millionen Euro.
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Die Erfolgsgeschichte des Traditionsunternehmens mit mehr als 15.000 Mitarbeitern endete 2013 mit der bisher größten Pleite Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg. Die angemeldeten Forderungen von Gläubigern beliefen sich schlussendlich auf mehr als vier Milliarden Euro, die Quote betrug ein bis zwei Prozent.

Drei Tage dauernde Razzia
Jetzt hat die Rekordpleite ein juristisches Nachspiel. Wirtschaftsermittler des Bundeskriminalamtes durchsuchen seit Montag im Auftrag der Wiener Korruptionsstaatsanwaltschaft die verwaiste Salzburger Konzernzentrale. Über noch vorhandene Computernetzwerke bzw. Unterlagen erhofft sich die Justiz von der über drei Tage laufenden Razzia Beweise in diesen Verdachtsfällen zu finden.

Schwerer Betrug, betrügerische Krida, Untreue und Bilanzfälschung stehen im Raum. Zudem im Visier stehen der Verkauf von Tochterunternehmen innerhalb des Konzerns, falsche Wertberichtigungen zahlreicher Auslandsprojekte oder die zuletzt begebenen Firmenanleihen. Als Beschuldigte werden drei heimische und vier spanische Top-Manager der ehemaligen Konzernmutter FCC geführt.

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