Erste Nennung 1288

Schloss Fernstein und die Missionare anno dazumal

Tirol
19.02.2026 17:00

Das Schloss Fernstein in Nassereith hat eine lange Geschichte mit unterschiedlichen Besitzern – wie die Benediktiner Missionare von St. Ottilien. Mit Bildern aus dem Archiv von Helmuth Tiefenbrunner blicken wir zurück.

Die erste Nennung von Schloss Fernstein geht auf das Jahr 1288 zurück, wie der bereits verstorbene Heimatforscher Norbert Mantl recherchiert hat. Da man bei Grabungen römische Münzen gefunden hat, dürfte die Geschichte bis ins römische Reich zurückreichen. 1288 ist jedenfalls erstmals von einem „Rudeger von Verrenstein“ und einer Burgruine auf einem Felsvorsprung der Klausbachschlucht die Rede.

Das Stammkloster der Erzabteil St. Ottilien in Bayern.
Das Stammkloster der Erzabteil St. Ottilien in Bayern.(Bild: Archiv Helmuth Tiefenbrunner)
Fernstein verfügt über ein eigenes Wasserkraftwerk.
Fernstein verfügt über ein eigenes Wasserkraftwerk.(Bild: Archiv Helmuth Tiefenbrunner)

Nach dem Bau der neuen Fernpassstraße im Jahre 1543 erfolgt die Verlegung der Zollabfertigung in das Schreiberhäusl und der Taverne in das neue dreistöckige Klausengebäude unterhalb der ehemaligen Burg „Verrenstein“.

1926 zogen Missionare von St. Ottilien ein
Mitte des 15. Jahrhunderts wird unter Herzog Sigmund dem Münzreichen mit dem Bau von Schloss Sigmundsburg im Fernsteinsee begonnen. Das Schloss wird zwar wohnbar gemacht, aber nie fertiggestellt. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts steht Sigmundsburg leer und verfällt völlig. 1780 wird die Gemeinde Nassereith Besitzer, 1884 erwirbt Baron von Ziegler die Liegenschaften, 1895 wird das Gasthaus errichtet. Am 27. August 1926 ziehen schließlich die Missionare von St. Ottilien in Bayern in Schloss und Gasthaus ein – ein Leibrentenvertrag mit Baron Ziegler wird abgeschlossen.

Die Missionare von St. Ottilien vor dem Schloss Fernstein.
Die Missionare von St. Ottilien vor dem Schloss Fernstein.(Bild: Archiv Helmuth Tiefenbrunner)
Die Pater bei der Holzarbeit im Innenhof des Schlosses.
Die Pater bei der Holzarbeit im Innenhof des Schlosses.(Bild: Archiv Helmuth Tiefenbrunner)

Bis zum 24. Mai 1941 bewirtschaften die Missionare Fernstein, ehe es von den Nazis beschlagnahmt wird. 1948 fällt die Anlage wieder zurück ans Kloster St. Ottilien. 1960 wird es an die heutigen Besitzer, die Familie Köhle (zuerst Georg, dann Bernward) verkauft. Danke an Helmuth Tiefenbrunner aus Nassereith.

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