Historisch! Ski-Freestyler Matej Svancer sprang am Dienstagabend im Big Air zur Bronzemedaille. Nach einem bitteren Auftritt vor vier Jahren feierte er die Versöhnung mit den Spielen.
Der Medaillen-Wahnsinn der österreichischen Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Italien geht munter weiter! Nachdem Kombinierer Johannes Lamparter am frühen Nachmittag Silber im Gundersen-Bewerb auf der Großschanze eroberte, legte Ski-Freestyler Matej Svancer am Abend nach.
Der Salzburger sprang im Big Air sensationell zur Bronzemedaille. „Das kam unerwartet“, meinte der 21-Jährige, der in seinem vierten Bewerb im Zeichen der fünf Ringe erstmals anschrieb und seinen Frieden mit den Spielen schloss.
Rückblick: Im Februar 2022 reiste Matej Svancer als 17-Jähriger nach Peking und galt aufgrund toller Vorleistungen als Mitfavorit auf eine Medaille. Der Druck war riesig, die Last zu groß. „Ich habe mich gefühlt wie ein kleiner Fisch im großen Glas“, erklärte der Salzburger. Vier Jahre später zählte er wieder zum Favoritenkreis. Seine Herangehensweise war allerdings eine ganz andere. Svancer, der in der tschechischen Hauptstadt Prag zur Welt kam und mit elf Jahren mit seiner Familie nach Kaprun zog, wirkte von Anfang an gereifter, entspannter und fokussierter. Die Erfahrungen, die er in China machte, halfen ihm in Livigno.
Wo er kurzfristig neue Tricks auspackte und so mit 191,25 Punkten Bronze gewann. Gold ging an den Norweger Tormod Frostad (195,50), Silber an US-Boy Mac Forehand (193,25). „Das war der beste Wettkampf, an dem ich je teilgenommen habe. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele geile Tricks gesehen“, zeigte sich Svancer beeindruckt. „Meine Tricks sind kurzfristig entstanden, weil die anderen nicht (für eine Medaille) gereicht hätten. Das war meine Versöhnung mit Olympia.“
Das war der beste Wettkampf, an dem ich je teilgenommen habe. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele geile Tricks gesehen.
Matej Svancer
„Es wird wohl über mehrere Wochen gefeiert“
Sein Sportlicher Leiter Matthias Schenk war völlig aus dem Häuschen. „Das war ein mega Wettkampf von Matej!“ Auch seine Freunde flippten aus und kündigten an: „Jetzt wird Party gemacht.“ Darauf angesprochen, erklärte der Bronzene: „Es wird wohl über mehrere Wochen gefeiert.“ Das Daumendrücken seiner Familie machte sich bezahlt, Svancers Mama Katarina erklärte: Ich kann es gar nicht mit Worten beschreiben. Ich bin so unheimlich froh, dass er es geschafft hat.“
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