Mo, 18. Februar 2019
15.05.2014 20:01

Nächster Rückschlag

Bundesheer: Bürokratie schießt teure Drohnen ab

Nicht die beste Woche für das Bundesheer: Gleich nach Bekanntwerden der neuen, bereits etwas peinlichen Sparpläne bei den Eurofighter-Piloten steht im Verteidigungsministerium erneut Krisenmanagement im Tagesbefehl - die um drei Millionen Euro bestellten Aufklärungsdrohnen fliegen erst im Spätherbst. Die Bürokratie verzögert den Start um fünf Monate.

"Wir müssen diese Verzögerung bestätigen. Das ist wirklich ärgerlich", erfuhr die "Krone", dass die sechs Drohnen-Systeme mit je drei Drohnen "sicher nicht" wie zugesagt und vertraglich vereinbart bereits im Juni über Österreich kreisen.

Die Heeresführung trifft in diesem Fall aber tatsächlich keine Schuld:  Der französische Hersteller Kapsch muss seine Drohnen vor der Auslieferung nach Österreich noch in Frankreich zertifizieren lassen - und die französische Militärluftfahrtbehörde hat offenbar genau jetzt sehr, sehr viel zu tun.

Minister Klug: "Ärgerlich"
Für Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) ist die Drohnen-Panne "ärgerlich": "Die Verzögerung ist zwar verkraftbar, aber der Fall zeigt, dass wir europaweit einheitliche Standards festlegen müssen. Die EU-Verteidigungsminister haben sich für diese Reformen ausgesprochen." Am grundsätzlichen Ja zu den Drohnen ändere auch die aktuelle Niederlage gegen die Bürokratie "absolut nichts".

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