Selenskyj besorgt

Kiew: Putin lockt Trump mit einem Billionen-Deal

Außenpolitik
08.02.2026 12:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der ukrainische Geheimdienst hat wohl ein geplantes bilaterales Abkommen zwischen Russland und den USA aufgedeckt: Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, soll der Deal zwölf Billionen US-Dollar schwer sein. Er fürchtet, dass Moskau den US-Präsidenten zuungunsten der Ukraine beeinflussen könnte. 

Es soll sich um ein Paket zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit handeln, wie Selenskyj erklärte. Er nannte den Deal „Dmitrijew-Paket“ in Bezug auf den russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew. Dieser soll das Angebot bei seinem letzten Besuch in Washington unterbreitet haben, wie er von seinem Geheimdienst erfahren habe. 

„Wir hören also von der Möglichkeit, dass solche oder ähnliche bilaterale Dokumente zwischen Amerika und Russland unterzeichnet werden könnten“, erklärte Selenskyj am 6. Februar bei einem Treffen mit Journalisten in Kiew. Er habe Anzeichen dafür gesehen, dass dieser Pakt Bestimmungen enthalten könnten, die sich auf die Ukraine beziehen.

Kirill Dmitriew mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner bei einem Treffen im Jänner im Kreml
Kirill Dmitriew mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner bei einem Treffen im Jänner im Kreml(Bild: EPA/ALEXANDER KAZAKOV/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL)

Selenskyj um „Souveränität und Sicherheit der Ukraine“ besorgt
„Wir stellen klar, dass die Ukraine mögliche Abkommen über uns ohne unsere Beteiligung nicht unterstützen wird“, so der ukrainische Präsident. „Es gibt auch verschiedene Anzeichen, sowohl in den Medien als auch anderswo, dass einige dieser Vereinbarungen auch Fragen im Zusammenhang mit der Ukraine betreffen könnten – zum Beispiel unsere Souveränität oder die Sicherheit der Ukraine“, führte er weiter aus.

Es soll um das Vierfache des russischen Bruttosozialprodukts gehen 
Die kolportierten zwölf Billionen Dollar würden das Vierfache des russischen Bruttosozialprodukts bedeuten – um welche Geschäfte es genau ginge, darüber konnte Selenskyj keine Angaben machen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland in Aussicht gestellt: Diese soll seinen Amtskollegen Wladimir Putin als Anreiz für ein Kriegsende dienen. Dieser will jedoch unbeirrt weiterhin seine Ziele verfolgen, weitere Gebiete in der Ukraine zu besetzen. 

Trilaterale Verhandlungen in Miami geplant
Indes soll es bereits kommende Woche zu neuen trilateralen Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA kommen – vermutlich in Miami. Selenskyj erklärte, er habe seine Teilnahme bereits bestätigt. Nach den Gesprächen in Abu Dhabi am Mittwoch und Donnerstag hatten alle Beteiligten von Fortschritten gesprochen. Bei strittigen Territorialfragen gibt es noch keine Einigung zwischen Kiew und Moskau. 

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