„Der Wind ist die erneuerbare Winterenergie“, sagt EVN-Chef Stefan Stallinger und führt dazu nicht nur interessante Zahlen an, sondern kündigt auch einen weiteren groß angelegten Ausbau von Windkraftwerken und Photovoltaikanlagen bis 2030 an.
Strom durch erneuerbare Energien zu erzeugen, benötigt vor allem starke und belastbare Netze. Gerade im Winter fällt da das Ernten natürlicher Ressourcen aber eher mager aus, weiß EVN-Chef Stefan Stallinger: „Bei Schneefall und eisiger Kälte beweist nur die Windkraft ihre Stärke“, betont er, dass etwa zwei Drittel des Windstroms in den Wintermonaten generiert werden.
Und das auch glücklicherweise zu einem Zeitpunkt, an dem Wasserkraft traditionell eher schwach sei und Sonnenstrom großteils ausbleibe. In Niederösterreich betrage der Anteil der Windkraft im Winter durchschnittlich 80 Prozent. „Der Wind ist damit die erneuerbare Winterenergie“, so der Vorstandsdirektor.
Die Versorgung bleibt stabil, denn in Niederösterreich haben wir ein Netz, das mit diesen Schwankungen schon umgehen kann.

Stefan Stallinger, EVN-Vorstandsdirektor
Bild: EVN/Severin Wurnig
Starke Netze für erneuerbare Energien
Zu dem, was die Stromleitungen alles aushalten müssen, nennt Stallinger ein Beispiel: Im Jänner erzeugten die NÖ Windräder stundenlang 1800 Megawatt, einen halben Tag später gar keine Energie mehr. „Die Höchstlast beim Verbrauch liegt bei 1600 Megawatt“, zählt der EVN-Boss einen anderen Wert zur Einordnung auf. Das Netz in NÖ könne aber mit diesen Schwankungen bereits umgehen. Und so will man weiter bis 2030 ausbauen: Von 561 auf 770 Megawatt beim Wind und von 133 auf 300 Megawatt peak bei Photovoltaik.
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