Im Iran ist die Stimmung angespannt: US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag mit einem Angriff gedroht. Nur einen Tag später gab es Explosionen an mehreren Orten im Land, mindestens fünf Menschen kamen ums Leben. Währenddessen plant der Iran ein Manöver auf einer Seefahrtsroute – mit scharfer Munition.
Die Iraner wollen am Sonntag in der Straße von Hormus ein Militärmanöver starten, bei dem sie auch mit scharfer Munition schießen wollen. Die Straße von Hormus – eine rund 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman – gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. An dem Manöver sollen auch China und Russland teilnehmen.
Die USA warnten schon im Vorfeld: Das Manöver dürfe die Freiheit der Schifffahrt und die internationale Handelsschifffahrt nicht beeinträchtigen, forderte das US-Militär. Das US-Militär werde keine „unsicheren“ Manöver wie zum Beispiel Flüge über US-Kriegsschiffe oder Stützpunkte in niedriger Höhe tolerieren, erklärte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM).
„In voller Verteidigungs- und Kampfbereitschaft“
Armeechef Amir Hatami hatte zuvor erklärt, die iranischen Streitkräfte seien „in voller Verteidigungs- und Kampfbereitschaft“. „Wenn der Feind einen Fehler macht, wird dies zweifellos seine eigene Sicherheit, die Sicherheit der Region und die Sicherheit des zionistischen Regimes gefährden“, warnte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna vom Samstag.
Trumps Drohungen
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich durch neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump verschärft. Trump drohte am Freitag mit neuen US-Militärangriffen gegen das Land, falls sich Teheran einem neuen Abkommen zu seinem Atomprogramm verweigere. Trump erwähnte auch US-Kriegsschiffe, die er in Richtung Iran geschickt habe. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hatte am Freitag erklärt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit.
Mehrere Tote bei Explosionen
Inmitten wachsender Kriegssorgen haben sich am Samstag im Iran mehrere Explosionen ereignet. Im Süden des Landes, in der Hafenmetropole Bandar Abbas am Persischen Golf, sei ein Wohngebäude von der Explosion betroffen. Dabei kam laut Behörden eine Person ums Leben, 14 Menschen wurden verletzt.
Im Südwesten des Landes gab es eine Gasexplosion. Dabei seien vier Menschen ums Leben gekommen, schrieb die Zeitung „Tehran Times“. Augenzeugen berichteten auch von einer Explosion und aufsteigendem Rauch nahe der Hauptstadt Teheran. Einem Behördenvertreter zufolge war jedoch lediglich Schilf an einem Fluss in Brand geraten, wie iranische Medien berichteten.
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