Der Kreml hat die politische Führung der EU als inkompetent und ungebildet kritisiert. Mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas werde man nicht über den Krieg in der Ukraine verhandeln. „Auch die Amerikaner werden das nicht tun“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Moskau werde einfach warten, bis Kallas ihren Posten räume. Der EU-Führung fehle es an vorausschauenden Visionärinnen und Visionären. „Das sind irgendwelche ungebildeten, inkompetenten Funktionäre, die nicht in die Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem nicht verstehen können“, sagte Peskow. Darunter leide das gesamte System der internationalen Beziehungen. Die Europäische Union habe sich von einer ausgedachten Abhängigkeit von russischem Öl und Gas nun in die Abhängigkeit von den USA begeben.
Der Ärger der russischen Führung begründet sich vor allem auf die Unterstützung der Europäerinnen und Europäer für die Ukraine. Nach dem Amtsantritt von Donald Trump als Präsident in den Vereinigten Staaten ist der bis dahin stärkste Verbündete allerdings ausgefallen. Trump sieht sich lediglich als Vermittler in dem Krieg.
Selenskyj: „Konstruktiv viele Themen besprochen“
Am Samstag war eine erste Runde direkter Verhandlungen in Abu Dhabi zwischen Delegationen der Ukraine, Russlands und der Vereinigten Staaten über einen Plan, den Krieg zu beenden, zu Ende gegangen. Erkennbare Fortschritte gibt es nicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gespräche dennoch als „konstruktiv“ bezeichnet und erklärt, dass beide Seiten zugestimmt hätten, sich in der kommenden Woche ein weiteres Mal zu treffen.
Es seien viele Themen besprochen worden. So sei nun ein Dokument der USA über Sicherheitsgarantien für sein Land vollständig ausgearbeitet, sagte Selenskyj. „Für uns sind Sicherheitsgarantien zuallererst Garantien der Sicherheit von den Vereinigten Staaten. Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort bestätigen, an dem wir es unterzeichnen werden.“
Die russische Führung fordert für ein Kriegsende unter anderem, dass die Ukraine auf einen NATO-Beitritt verzichtet und Gebiete abtritt. Die ukrainische Regierung lehnt hingegen vor allem einen weiteren Rückzug aus den Gebieten ab, die bisher nicht von russischen Militärs besetzt sind. Ziel der Vereinigten Staaten ist es, Kompromisse zu finden.
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