Manchen Hunden scheint durch ihre traurige Vorgeschichte ein Leben im Tierheim bestimmt zu sein. Doch auch auf sie warten liebevolle Besitzer, wie man sich in Krems nun gleich mehrfach freuen konnte.
Husky-Sennenhund-Mischling „Benji“ ist eine äußerst hübsche Fellnase. Dennoch wartet sie seit vielen Jahren vergeblich im Kremser Tierheim auf eine neue Familie. Doch warum? „,Benji’ ist ein Hund, der lange Anlaufzeit braucht, um Menschen zu vertrauen“, erklärt Obfrau Andrea Specht. Außerdem ist er Epileptiker und benötigt regelmäßig Medikamente.
Behutsames Training
„Durch behutsames Training ist ,Benji’ aber immer zugänglicher geworden“, freut sich Specht. Und so konnte der Vierbeiner kürzlich das Herz seiner neuen Besitzerin im Sturm erobern. „Sie bringt ein ruhiges Umfeld, Geduld und viel Erfahrung mit. Aber solche Adoptanten sind leider nicht die Regel“, weiß Specht.
Aber zum Glück auch keine absolute Ausnahme. Auch Mischlingshund „Toby“ hat endlich ein neues Zuhause gefunden. Er war einst ausgesetzt worden und schwer traumatisiert. „Oft wissen wir nichts über die Vergangenheit und die Fehler, die an ihnen begangen wurden“, so Specht. Neben viel Liebe wurde vor allem mit viel Fachwissen das gutgemacht, was andere der Hundeseele zugefügt haben. „Es dauerte, bis er sein Verhalten änderte“, aber jetzt hat ,Toby’ seinen absoluten Traumplatz bei einem ehrenamtlichen Spaziergänger gefunden“, so Specht.
Alter und Wehwechen
Oft sind es aber weniger Verhaltensprobleme, sondern Alter und Wehwehchen, weshalb Hunde lange nicht adoptiert werden. „Umso schöner ist es dann, wenn sich Menschen bewusst für so ein Tier entscheiden“, schildert die Tierheim-Obfrau. Auch Kangalhündin „Symbül“ hatte ein solches Glück und durfte zu Hundefreunden mit viel Gefühl für Oldies übersiedeln. Denen stört auch die Inkontinenz der betagten Hündin nicht.
„Die schönsten Momente unserer Arbeit“
Die Hundeomis „Margarita“ und „Rubia“, letztere auf einem Auge blind, mussten ebenfalls lange warten und hatten als ängstliches, aber unzertrennliches Duo lange Zeit keine guten Karten gehabt. Nun konnten sie aber in Kärnten ein Plätzchen ergattert. „Solche Vermittlungen berühren uns besonders und sind die schönsten Momente unserer Arbeit“, freut sich Specht.
Angenehme letzte Lebensspanne
Manchmal verbringen Hunde aber auch ihren ganzen Lebensabend im Tierheim. Wie die Foxterrierdame „Stella“, die nach dem Tod ihres Frauchens mit zwölf Jahren zusammen mit ihrer Tochter „Shiva“ ins Kremser Tierheim kam. Sie erkrankte kürzlich an einem inoperablen Tumor. „Wir wollten ihr die letzte Lebensspanne so schön wie möglich gestalten“, so Specht.
Manchmal sind wir eben auch ein liebevolles Zuhause für immer.
Andrea Specht über Foxterrier-Hündin „Stella“
Ein eigenes Wohnzimmer
Daher wurde ein ruhiges Zimmer zum Wohnzimmer verwandelt, eine Mitarbeiterin übernachtete sogar täglich bei den beiden. „Als wir ,Stella‘ gehen lassen mussten, war es ein friedlicher Abschied in geborgener Umgebung. Manchmal sind wir eben auch ein liebevolles Zuhause für immer“, erzählt Specht.
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