KATHARINA MEZGOLITS

Ein Spagat zwischen Rollen und Kufen

Die 19-jährige Eisenstädterin pendelt Jahr für Jahr zwischen Eis und Rollschuhbahn. Ihr großes Ziel ist die Qualifikation für die olympischen Spiele 2030.

„Unter dem Jahr bleibt kaum Zeit für Privates. Aber wenn man etwas wirklich will, nimmt man das in Kauf. Es war immer mein Traum.“ Mit gerade einmal 19 Jahren ist Katharina Mezgolits ein besonderes Sternchen am rot-goldenen Sporthimmel – nicht nur wegen ihres Talents, sondern auch wegen ihres außergewöhnlichen Werdegangs. Denn die Eisenstädterin lebt einen sportlichen Spagat: Im Sommer ist sie auf Rollen unterwegs, im Winter auf Kufen. Während andere sich entscheiden müssen, wechselt Mezgolits je nach Jahreszeit zwischen Inline-Speedskating und Eisschnelllauf. „Mit drei Jahren habe ich zum ersten Mal Rollschuhe angezogen“, verrät sie. Was als Hobby begann, wurde rasch ernst. Seit ihrem 13. Lebensjahr ist Katharina im rot-weiß-roten Nationalteam. Zuletzt sorgte sie mit einem eindrucksvollen WM-Debüt und Top-25-Platz für Aufsehen.

Im Speedskating gehört Mezgolits zur Weltelite.
Im Speedskating gehört Mezgolits zur Weltelite.(Bild: Schaatsfotos)

Doch ein Haken bleibt: Inline-Speedskating ist keine olympische Disziplin. „Es war schon immer mein großer Wunsch, bei den Spielen dabei zu sein“, strahlt die Burgenländerin – und stellt dafür die Weichen. Die saisonfreie Zeit im Winter nutzte sie, um aufs Eis zu wechseln. „Mit 15 stand ich zum ersten Mal auf Kufen. Heute bin ich im U23-Nationalkader. Meine Entscheidung bereue ich keine Sekunde. Dadurch haben sich viele Türen geöffnet“, so die Berufssportlerin.

Im Eisschnelllauf ist sie im rot-weiß-rotem U-23-Nationalkader.
Im Eisschnelllauf ist sie im rot-weiß-rotem U-23-Nationalkader.(Bild: Chase Morpeth)

Heimat im Herzen
Der große Traum? Zum Greifen nah. „Olympia 2030, darauf arbeite ich hin“, betont sie selbstbewusst. Ganz einfach ist es aber als „Doppelathletin“ nicht. Auch wenn sich die Disziplinen ähneln, sind sie technisch völlig verschieden. „Man muss sich immer wieder umgewöhnen. Da dauert es ein paar Wochen, bis das Gefühl wieder da ist.“ Zeit für Erholung bleibt kaum. Zwischen Sommer und Winter sind es meist nur zwei Wochen – für Urlaub, Regeneration und Besuche in der Heimat. Denn auch wenn sie mittlerweile in Innsbruck lebt, schlägt das Herz von Katharina rot-gold. „Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ich nach Hause ins Burgenland komme.“

Trotz der geringen Freizeit ist die Eisenstädterin glücklich ihren Traum zu leben.
Trotz der geringen Freizeit ist die Eisenstädterin glücklich ihren Traum zu leben.(Bild: Schaatsfotos)
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