Manchmal platzt der Traum vom Formel-1-Cockpit schneller, als er begonnen hat. Nicht jeder der 20 Piloten kann sich trotz laufenden Vertrags dauerhaft in der Königsklasse des Motorsports halten. Zu den prominenten Beispielen zählen unter anderem Sergio Pérez, Daniel Ricciardo und zuletzt auch der ehemalige Alpine-Pilot Jack Doohan.
Für Jack Doohan, Sohn der Motorradlegende Mick Doohan, war nach nur sechs Rennwochenenden in der vergangenen Formel-1-Saison Schluss. Der Australier wurde von Alpine auf die Ersatzbank versetzt und durch den Argentinier Franco Colapinto ersetzt – und das, obwohl Doohan einen Vertrag für die gesamte Saison besaß.
Jack Doohan ist jedoch nicht der einzige Pilot, den dieses Schicksal getroffen hat: Auch Sergio Pérez blieb davon nicht verschont und verlor nach der Saison 2024 sein Cockpit bei Red Bull Racing, obwohl er nur wenige Monate zuvor eine Vertragsverlängerung bis 2026 unterschrieben hatte.
Sein kurzfristiger Nachfolger wurde der Neuseeländer Liam Lawson, der aus dem Schwesterteam Racing Bulls aufrückte. Doch auch Lawson konnte sich nicht lange halten: Bereits nach zwei Rennwochenenden musste er seinen Platz wieder räumen – diesmal zugunsten von Yuki Tsunoda. Der Japaner ist inzwischen jedoch ebenfalls Geschichte. Ab der Saison 2026 übernimmt Isack Hadjar das Cockpit.
Eine deutlich bessere Ausgangslage hatte der Franzose Esteban Ocon. Seine Zeit bei Alpine endete bereits 2024 vorzeitig – noch vor dem letzten Saisonrennen. Damit Ocon beim Nachsaisontest schon für seinen neuen Rennstall Haas antreten konnte, einigte er sich mit Alpine darauf, den letzten Grand Prix auszulassen. So erhielt Jack Doohan bei Alpine die Gelegenheit, sein Formel-1-Debüt zum Saisonende in Abu Dhabi zu geben – und nicht wie ursprünglich geplant erst zu Beginn der folgenden Saison.
Kein Happy End für den „Honey badger“
Daniel Ricciardos Formel-1-Comeback im Jahr 2024 endet ohne Happy End. Im Herbst zieht Red Bull die Reißleine und trennt sich vorzeitig vom Australier. Der Grand Prix von Singapur bleibt sein letzter Auftritt, anschließend übernimmt Liam Lawson das Cockpit.
Auch für den Amerikaner Logan Sargeant endet das Kapitel Williams im Jahr 2024 vorzeitig. Nach mehreren kostspieligen Unfällen und ausbleibender Leistungssteigerung zieht das Team die Konsequenzen und ersetzt den US-Amerikaner kurz nach der Saisonhälfte durch Testfahrer Franco Colapinto.
Nyck de Vries erlebt nach seinem Traumdebüt 2022 in Monza einen schnellen Aufstieg. Die starke Vorstellung beschert ihm für 2023 ein Stammcockpit bei AlphaTauri (heute Racing Bulls). Doch nach nur elf Grands Prix verliert Red Bull die Geduld, und der Niederländer muss seinen Platz räumen. Zunächst übernimmt Daniel Ricciardo das Cockpit, während in dessen verletzungsbedingter Pause Liam Lawson einspringt.
2022 musste Nikita Mazepin seinen Platz bei Haas räumen. Grund dafür war die Distanzierung des Teams von seinen russischen Partnern im Zuge des Ukraine-Kriegs – betroffen waren sowohl Mazepin als auch sein Vater, dessen Firma Uralkali als Hauptsponsor aktiv war. Haas reagierte darauf, indem das Team Kevin Magnussen zurückholte.
Sergio Pérez erwischte es schon 2020. Eigentlich war der Mexikaner für die Saison 2021 bei Racing Point – dem späteren Aston Martin – gesetzt. Doch als Sebastian Vettel verfügbar wurde, machte das Team Platz für den viermaligen Weltmeister, und Pérez verlor sein Cockpit.
Kein Glück bei den Bullen
Ebenfalls wenig Glück bei Red Bull hatte Pierre Gasly. Zur Saison 2019 wurde er von Toro Rosso befördert, doch nach nur zwölf Rennen zog das Team aus Milton Keynes Red Bull die Reißleine und schickte Gasly zurück zu Toro Rosso. Sein Cockpit übernahm Alexander Albon.
Der heutige Williams-Pilot Alexander Albon hatte eineinhalb Saisons Zeit, sich bei Red Bull zu beweisen. 2021 verlor er jedoch sein Cockpit an Sergio Pérez und wurde zum Testfahrer degradiert.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.