Eine handfeste Auseinandersetzung um Drogen und Prostituierte in Innsbruck eskalierte im Vorjahr. Zwei Männer (26 und 28 Jahre) saßen daher wegen schweren Raubes vor dem Landesgericht – die Brutalität gegen das Opfer schockierte.
Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wogen schwer: Die Männer sollen im Mai einen Syrer auf die harte Tour beraubt haben. Unter anderem, indem sie ihm eine Waffe und ein Messer vorhielten und mit einer Brechstange gegen dessen Kopf und Oberschenkel schlugen.
Tat für lächerliche Beute
Die Beute war gering: 310 Euro und einige Karten des Opfers. Die Verletzungen hingegen waren durchaus beträchtlich – unter anderem ein Bruch des Mittelhandknochens und mehrere Schnittwunden.
Wegen „diverser Sexpraktiken“ nach Innsbruck gekommen
Eingangs schilderte der Erstangeklagte aber eine andere Version. Er und sein Kollege seien nämlich nicht die Täter, sondern die Opfer gewesen. Rund um „Deals“ um Drogen und Prostituierte an einer dafür einschlägig bekannten Adresse in Innsbruck seien sie „über den Tisch gezogen“ worden. Sie wären jedenfalls wegen „diverser Sexpraktiken“ nach Innsbruck gekommen, die in ihrer Heimat nicht möglich seien, erzählten die jungen Männer aus Bosnien bzw. Montenegro.
Opfer „lieferte“ nicht – dann die Eskalation
Zum Streit, der schließlich völlig eskalierte, sei es gekommen, als der Syrer nicht „lieferte“. „Er wollte vorab von mir Geld haben und hat mich dann bedroht“, gab der Erstangeklagte an. Sein Freund – der Zweitangeklagte – sei ihm schließlich mit der Brechstange „beigestanden“ und habe ihn verteidigt.
Das sah das Gericht anders und verhängte drei Jahre Haft für den Erstangeklagten und vier Jahre für den vorbestraften Zweitangeklagten, der auch die Brechstange verwendet hatte – nicht rechtskräftig.
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