Die WM-Endrunde 2026 wartet mit 15 verschiedenen Anstoßzeiten auf. Doch das ist nicht die einzige „Revolution“.
Heimlich, still und leise bastelt der Fußball-Weltverband bei der heurigen WM-Endrunde daran, das Spiel nachhaltig zu verändern. 104 Spiele und 48 Mannschaften bedeuten nicht nur das größte Turnier aller Zeiten, die Entfernungen zwischen den Austragungsorten in den USA, Kanada und Mexiko stellen alle Beteiligten vor große logistische und finanzielle Herausforderungen.
Im Trubel rund um die Auslosungs-Show in Washington im Dezember ist die größte Veränderung beinahe untergegangen. Denn die FIFA verabschiedet sich bei der WM vom Fußball mit zwei Halbzeiten. Bei jedem Spiel wird es nach 25 Minuten eine Trinkpause geben – und zwar unabhängig davon, wie warm es ist oder ob das Stadion über ein Dach verfügt oder nicht. Nach diesen 25 Minuten wird jedes Match für drei Minuten unterbrochen. Das bedeutet beste Werbezeit und öffnet vielleicht die Türe in eine Fußball-Zukunft mit vier Vierteln statt der traditionellen zwei Spielhälften.
Kritik weggewischt
FIFA-Präsident Gianni Infantino, der US-Präsident Donald Trump in fast schon untertäniger Weise hofiert – ihm etwa den eigens erfundenen (und mittlerweile erst recht lächerlichen) „FIFA-Friedenspreis“ überreichte -, treibt so die Kommerzialisierung gnadenlos voran. Um die verschiedenen TV-Märkte rund um den Globus bestmöglich bespielen zu können, wird es bei der WM 15 (!) verschiedene Anstoßzeiten geben – zwischen 18 Uhr und 6 Uhr Früh MEZ.
Kritik an den Änderungen oder dem Agieren von Trump wird weggewischt. „Wir sollten Präsident Trump bedingungslos unterstützen“, so Infantino. „Gemeinsam werden wir Amerika und die ganze Welt besser machen.“
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