
Paukenschlag in Neunkirchen: ÖVP-Bürgermeisterin Klaudia Osztovics tritt zurück. Aus gesundheitlichen Gründen, wie sie über eine Aussendung informiert. Die Geschäfte übernimmt ab morgen Vizebürgermeister Marcus Berlosnig von der Partei „Wir für euch“.
„Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, mein Amt als Bürgermeisterin der Stadt Neunkirchen aus gesundheitlichen Gründen zurückzulegen. Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, da ich meine Arbeit als Bürgermeisterin mit großem Engagement und Herzblut ausgeübt habe“. Mit diesen Worten verabschiedet sich Neunkirchens Bürgermeisterin Klaudia Osztovics nach nur 379 Tagen von ihrem Amt mittels einer Presseaussendung.
Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, da ich meine Arbeit als Bürgermeisterin mit großem Engagement und Herzblut ausgeübt habe.
Klaudia Osztovics, Bürgermeisterin von Neunkirchen
Berlosnig übernimmt vorübergehend Amtsgeschäfte
Die Geschäfte übernimmt nun ab morgen Dienstag Vizebürgermeister Marcus Berlosnig, bis die Nachfolge geregelt ist und eine Neuwahl erfolgt ist. Auch für ihn kam diese Entscheidung überraschend.
Die Entscheidung kam unerwartet und hat mich, ebenso wie vermutlich den gesamten Gemeinderat, überrascht.
Marcus Berlosnig, Vizebürgermeister von Neunkirchen
„Der Koalitionspartner ist in diesem Sinne jetzt einmal am Zug, eine geeignete Nachfolge in ihren Gremien zu nominieren“, so Berlosnig, der den Rücktritt sehr bedauert. „Wir sind immer sehr gut miteinander ausgekommen“, so Berlosnig.
SPÖ-Opposition dazu: Rücktritt war schon länger im Gespräch
Laut SPÖ-Stadtrat Günther Kautz war der Rücktritt schon länger überfällig. Denn: „Die Spatzen haben es schon seit längerem laut und auffällig von den Dächern gepfiffen“. Angeblich gab es bereits im Sommer Überlegungen dazu, als ihre Parteikolleginnen Marion Baumgartner und Hildegard Berger am 31. Juli das Handtuch als Gemeinderätinnen warfen.
Und auch bei öffentlichen Terminen wurde sie in letzter Zeit immer mehr vermisst. „Sie war weder bei der Pressekonferenz zum Narrenwecken, noch beim Narrenwecken selbst. Und auch zu der Siegerehrung der Stockschützen, wo sie zweimal eingeladen wurde, erschien sie nicht“.
Nach den geltenden Bestimmungen ist vorgesehen, dass innerhalb von 14 Tagen nach Eintritt der Vakanz der Gemeinderat zusammentritt, um über die Nachfolge im Bürgermeisteramt zu entscheiden. Wolfgang Kessler, Wirtschaftsbundobmann von Neunkirchen und Werbefachmann, der bis jetzt noch gar nicht im Gemeinderat vertreten war, steht bereits als Nachfolger fest.
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