Obwohl die Zahl der Verkehrstoten in Vorarlberg im Vergleich mit früheren Dekaden rückläufig ist, gibt es immer noch großen Verbesserungsbedarf in Sachen Sicherheit.
Dieser Tage wird überall im Land der Toten gedacht. Besonders bitter ist es, wenn ein Mensch ganz plötzlich aus dem Leben gerissen wird, etwa durch einen Verkehrsunfall. „Für Angehörige ist der Unfalltod besonders schlimm. Ein Mensch, mit dem man gestern noch geredet und gelacht hat, ist plötzlich nicht mehr da“, so VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Allein in diesem Jahr sind auf Vorarlbergs Straßen elf Personen gestorben – das sind um vier mehr als 2024 zu dieser Zeit. Seit dem Jahr 2000 gab es 526 Verkehrstote zu beklagen. Zudem werden viele Menschen im Straßenverkehr schwer verletzt, etliche leiden ihr ganzes Leben unter den Unfallfolgen.
Verbesserungsbedarf in Sachen Sicherheit
Immerhin: Die Zahl der tödlichen Unfälle hat im Vergleich zu früheren Jahrzehnten tendenziell abgenommen. Dennoch ortet der VCÖ nach wie vor großen Verbesserungsbedarf in Sachen Sicherheit. Das gilt vor allem für Freilandstraßen, auf denen das tödliche Unfallrisiko sehr hoch ist. Laut VCÖ könnten bei einer Reduzierung des Tempolimits von 100 auf 80 km/h viele folgenschwere Kollisionen verhindert werden. Auch der Rückbau von Raserstrecken trage dazu bei, schwere Unfälle zu vermeiden. Weitere zentrale Forderungen des Verkehrsclubs sind verstärkte Tempokontrollen sowie ein generelles Tempolimit von 30 km/h im Ortsgebiet, die Schaffung verkehrsberuhigter Zonen und der Ausbau des Radwegnetzes.
Telefonieren am Steuer kein Kavaliersdelikt
Jeder vierte tödliche Verkehrsunfall im Vorjahr in Österreich war die Folge von Ablenkung und Unachtsamkeit. Deshalb ist den meisten EU-Staaten Handy am Steuer ein Delikt im Vormerksystem, in Österreich hingegen nicht. „Im Interesse der Verkehrssicherheit der Bevölkerung sollte die Bundesregierung das ändern. Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so langsam wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille“, verdeutlicht Jaschinsky die Problematik.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.