Die Reihe „musik in der pforte“ eröffnete das Konzertjahr mit ganz unterschiedlichen internationalen Musikern und Musikerinnen. Das Publikum im Festsaal der Stella in Feldkirch war begeistert.
Schon einmal waren die Bochabela Strings mit der Kombination von afrikanischer Musik und einem Werk Mozarts sehr erfolgreich, und zwar bei den Bregenzer Festspielen 2023. Warum nicht nochmals diesen Erfolg herausfordern, zumal mit Matthias Schorn ein Solist auf der Klarinette zugegen war, der das legendäre Klarinettenkonzert von Mozart ebenso brillant spielte, wie er dann nach der Pause jazzige Sounds zu den Gesängen von Miriam Makeba beisteuerte.
Spannende Verbindungslinien
Doch auch die Sinfonie von Vilma von Webenau, die das Konzert eröffnete, hatte mit Mozart zu tun, war doch die Großmutter der Komponistin, Julie von Webenau, Schülerin des Sohnes von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Xaver Mozart. Vilma selbst war die erste Schülerin von Arnold Schönberg, und die Sinfonie, die beim „pforte“-Konzert am Donnerstag im Festsaal der „Stella“ in Feldkirch erklang, ist wohl in der Nachfolge Richard Wagners einzuordnen. Mit zarten Einsprengseln von Atonalität – ein nicht eben mitreißender Beginn des ansonsten großartigen Konzerts.
Ein berufener Interpret für Mozart
Das folgende Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadé Mozart ist eines der wunderbarsten Werke der Klassik überhaupt, und Matthias Schorn, unter anderem Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, ist dafür ein berufener Interpret. Als Solist und Dirigent in einer Person hat er sowohl die jungen Orchestermusiker in der Hand und arbeitet mit ihnen sehr schön die bei Mozart essenziellen Hell-Dunkel-Kontraste heraus. Zudem vermag er seiner Klarinette Töne von kaum zu fassender Weichheit und Leichtigkeit zu entlocken.
Den Saal zum Kochen gebracht
Und nach der Pause entdeckte man den prominenten Matthias Schorn in den Reihen des Orchesters, wo er immer wieder mit tollen Soli aufhorchen ließ. Diese waren Teil von Orchesterfassungen von Liedern der südafrikanischen Sängerin und Bürgerrechtlerin Miriam Makeba. Und war mit Mozart schon allerbeste Stimmung im Saal, so kochte die Begeisterung im Saal bei diesen Liedern noch einmal höher. Großen Anteil daran hatten die Sängerin Kamohelo Moshoaliba und der Sänger Sicelo Christopher Njapha, zeitweise unterstützt von Martin Lindenthal, der auch das Orchester zum Singen brachte.
Ein Konzert, das das Jahresmotto der „pforte“ 2026, das „Zugehörigkeit“ lautet, widerspiegelte, und das nach einem zweiten Konzert gestern am Freitag heute noch einmal in Hittisau im Ritter von Bergmann-Saal über die Bühne gehen wird. Prädikat: unbedingt hingehen!
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