Nach dem am Montag angekündigten Rückzug von Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler hat die ÖVP heute seine Nachfolge in trockene Tücher gebracht. Wie die „Krone“ mehrfach berichtete, hatte im Vorfeld Claudia Unger die besten Karten. Und so kam es nun auch: Die Gemeinderätin steigt zur Stadtregiererin auf.
Die Woche begann mit einem Polit-Paukenschlag in der Landeshauptstadt: Nach fast neun Jahren als Wirtschafts- und Kulturstadtrat gab Günter Riegler (ÖVP) seinen Rückzug mit Ende Oktober bekannt. Eine Überraschung, die einige nutzten, um sich als Nachfolgekandidat in Stellung zu bringen. „Krone“-Infos zufolge scharrte am heftigsten der Grazer Wirtschaftskammer-Obmann und Unternehmer Bernhard Bauer in den Startlöchern. Doch für viele in der Grazer ÖVP galt Claudia Unger, auch Leiterin des Grazer Volkskundemuseums, als die Ideallösung für das Kulturressort.
„Ohr für Menschen“
Und so kam es auch. Im heutigen Stadtparteivorstand der Grazer Volkspartei wurde Claudia Unger einstimmig als neue Stadträtin designiert. „Claudia Unger hat sich schon bisher an unterschiedlichen Stellen für Graz eingesetzt – mit enormer Kompetenz und einem Ohr für die Menschen. Eine Frau aus der Mitte der Gesellschaft, aus der Mitte des Grazer Lebens, die weiß, was die Menschen in Graz bewegt“, erklärt der Grazer ÖVP-Obmann Stadtrat Kurt Hohensinner.
„Ich freue mich darauf, meine Expertise nun als Teil der Stadtregierung einzubringen und an der Seite von Kurt Hohensinner für die Anliegen der Grazerinnen und Grazer zu kämpfen“, sagt die designierte Stadträtin Claudia Unger, „für eine Politik, die Probleme löst, statt neue zu schaffen. Für den Kurswechsel, den unsere Stadt dringend braucht. Dafür möchte ich mich einsetzen – mit Engagement, mit Leidenschaft, für ein besseres Graz.“
Wirtschaftsressort wandert zu Hohensinner
Unger wird als Stadträtin die Ressorts Kultur, Wissenschaft, Inklusion, Jugend und Familie übernehmen. Das Wirtschaftsressort wandert im Gegenzug zu Hohensinner. Die Angelobung ist für die ordentliche Gemeinderatssitzung am 16. Oktober geplant. Bis dorthin bleibt Günter Riegler im Amt.
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