Fest vorverlegt

US-Stadt schenkte Schüler vor Tod letzte Weihnacht

Ausland
13.11.2013 16:56
Sein ganz persönliches kleines Weihnachtswunder hat ein todkranker 13-jähriger Bub im US-Bundesstaat Ohio bereits Ende Oktober erleben dürfen - bevor ein Gehirntumor ihn am Montag aus dem Leben gerissen hat. Die Einwohner der Kleinstadt Port Clinton hatten dem Buben seinen letzten Herzenswunsch erfüllt, indem sie das Fest für ihn einfach vorverlegten.

Devin Kohlman litt an einem besonders aggressiven Tumor im Gehirn, die Mediziner konnten für den 13-Jährigen nichts mehr tun. Sein Tod war nur noch eine Frage von Wochen, als er am 28. Oktober aus dem Krankenhaus im 350 Kilometer entfernten Cincinnati nach Hause in die Kleinstadt Port Clinton entlassen wurde - um seine ihm noch verbleibende Zeit im Kreis seiner Liebsten verbringen zu können.

Bürger erfüllten Devin seinen letzten Wunsch
Nichts wünschte sich der todkranke Bub sehnlicher, als noch ein letztes Mal Weihnachten mit Familie und Freunden zu feiern. Doch dass der Teenager den Dezember noch erleben werde, galt laut den Prognosen der behandelnden Ärzte als äußerst unwahrscheinlich. Also beschlossen die Bewohner der Stadt, das Fest bereits früher zu zelebrieren. "Wir wollen die Eltern unterstützen und ihnen zeigen, dass sie in dieser schweren Zeit nicht alleine sind", erklärte Bürgermeister Vincent Leone.

Die Bürger des 6.000-Seelen-Orts schmückten die Straße, in der sich das Haus der Kohlmans befindet, mit Lichterketten und anderer Weihnachtsdekoration. Sie schafften sogar Schnee herbei. Hunderte Menschen, die den Todkranken teils überhaupt nicht persönlich kannten, versammelten sich auf der Straße und empfingen den Buben bei seiner letzten Heimkehr mit Weihnachtsliedern.

Mutter: "Aktion hat Devin sehr glücklich gemacht"
Sogar der Weihnachtsmann legte einen frühen Termin für den Burschen ein. Mitglieder eines örtlichen Motorradklubs warfen sich als Santa Claus und seine Elfen in Montur und brachten dem 13-Jährigen auf ihren Maschinen Geschenke. Devin habe die Aktion sehr glücklich gemacht, zitierte die lokale Tageszeitung "Port Clinton News Herald" die Mutter des Todkranken, Alexis Kohlman. Seine Augen seien riesig groß geworden, als er die Überraschung sah.

Rund zwei Wochen später verlor der Teenager schließlich am Montag seinen langen Kampf gegen die tödliche Krankheit. Um ihren Sohn trauernd, findet Alexis Kohlman zumindest Trost in der Tatsache, dass ihr Devin die Gemeinde auf solch wundervolle Weise zusammengebracht hat. Er habe die Menschen dazu inspiriert, Freude und Liebe in so einer traurigen Zeit zu verbreiten. "Devin wird uns immer liebevoll in Erinnerung bleiben, nicht nur dank seines liebenswerten Lächelns, sondern auch, weil er die wahren Farben dieser wunderbaren Gemeinschaft ans Licht gebracht hat", trauerte auch der Chef der städtischen Schulen um den Buben.

Devins Mutter zufolge schneite es übrigens kurz nach seinem Tod tatsächlich in Port Clinton - zum ersten Mal in diesem Herbst.

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