Lehrerin im Visier

Todesdrama um Schülerin: Staatsanwalt ermittelt

Tirol
24.06.2025 21:35

Der Tod einer elfjährigen Schülerin, die im Mai bei einem Schulausflug in die Hachleschlucht im Tiroler Imst gestürzt und anschließend gestorben war, beschäftigt nun die Justiz. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung gegen eine Lehrerin ein, bestätigte eine Sprecherin.

Das Unglück vom 8. Mai hatte das ganze Land erschüttert. Das Mädchen gehörte einer Klasse der Musikmittelschule Imst Unterstadt an, die mit ihrer Lehrerin eine kleine Wanderung in Stadtnähe unternommen hatte.

Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte die Elfjährige kurz nach 16 Uhr – unbemerkt von allen anderen – vom Wanderweg über der Schlucht rund 80 Meter in die Tiefe und in den Malchbach. Die Imster Bergrettung barg das Kind, der Notarzthubschrauber flog es in die Klinik Innsbruck. 

Tagelang kämpften die Ärzte um das Leben der Schwerverletzten. Am 13. Mai war der Kampf verloren. Valentina starb. 

Obduktion und Untersuchung angeordnet
Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin eine Untersuchung und Obduktion an. Das vorläufige Ergebnis: Das Mädchen ist nicht ertrunken, sondern starb an den Verletzungen, die es beim Sturz erlitten hatte. 

Verdacht der grob fahrlässigen Tötung
Nun gerät die Lehrerin, die die Wanderung beaufsichtigt haben soll, ins Visier der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Ermittelt werde wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung gegen eine Lehrerin, bestätigte Sprecherin Julia Klingenschmid am Dienstag einen entsprechenden Bericht des Online-Portals der „Tiroler Tageszeitung“.

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