Amnesty klagt an
Grauenhafte Zustände in Nigerias Gefängnissen
Im Norden Nigerias bekämpft die Armee (Bild) brutale islamistische Rebellen, doch auch die Behörden machen sich laut Amnesty International zahlreicher Menschenrechtsverletzungen schuldig. Dass allein im ersten halben Jahr 2013 fast tausend Menschen in der Obhut der Armee zu Tode kamen oder hingerichtet wurden, habe ein hochrangiger Offizier verraten, berichtet Amnesty.
Zum Teil würden so viele Insassen pro Tag sterben, dass Massenbegräbnisse stattfinden. Die BBC berichtet, Bilder gesehen zu haben, die diese Vorwürfe untermauern.
Immer wieder brutale Angriffe der Islamisten
Den meisten Inhaftierten wird laut der Menschenrechtsgruppe vorgeworfen, den islamistischen Terroristen von Boko Haram anzugehören. Diese versuchen, die nigerianische Regierung zu stürzen, und schrecken nicht vor grausamen Maßnahmen zurück, um die nicht-islamische Bevölkerung zu töten oder zu vertreiben. Zuletzt kam es immer wieder zu Angriffen auf Schulen, so wurden etwa vor Kurzem 50 Studenten im Schlaf ermordet (siehe Infobox).
Dass die Vorwürfe Amnestys weiter untersucht werden, wie die Menschenrechtsgruppe verlangt, sei aufgrund der vielen Vorfälle äußerst unwahrscheinlich, so die BBC. Seit Mai gilt wegen der Angriffe der Boko Haram in drei nördlichen Bundesstaaten Nigerias - Yobe, Borno und Adamawa - der Ausnahmezustand.












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