Silber bei Heim-EM

Gardos/Habesohn verlieren Doppel-Finale

Sport
13.10.2013 18:50
Für Österreichs Tischtennis bleibt es vorerst in der EM-Geschichte bei fünf Goldmedaillen. Robert Gardos/Daniel Habesohn haben am Sonntagabend zum Abschluss der Schwechater Heim-EM nach dem Doppel-Titel vom Vorjahr in Herning aber mit Silber doch wieder eine Medaille geholt, nur Tan Ruiwu und Wang Zeng Yi waren dann doch zu stark. Der Kroate und der Pole besiegten die als Nummer eins geführten Titelverteidiger 4:1 (6, 11, -8, 8, 8).

Silber von Gardos/Habesohn ist die einzige Medaille des österreichischen Verbandes (ÖTTV) bei diesem Event, womit die ÖTTV-Gesamtzahl bei den nun 32 Europameisterschaften auf 31 steht. Für die erste erfolgreiche Titelverteidigung im Herren-Doppel seit 2010 durch die Deutschen Timo Boll/Christian Süß reichte es aber auch deswegen nicht, da das rot-weiß-rote Duo im Endspiel nicht auf Top-Niveau spielte.

Österreicher machten "einfach zu viele Fehler"
"Wir haben nicht unser bestes Tischtennis gespielt", sagte Gardos, "haben zu viele einfache Fehler gemacht." Die Vorbereitung habe gepasst, Ex-Teamspieler Qian Qianli hatte seine Landsleute möglichst gut auf die Finalaufgabe vorzubereiten versucht. Gardos: "Die Bälle wurden im Finale aber nicht kurz, sondern halblang gelegt. Das war der Unterschied. In Summe waren sie um nicht so viel besser als wir." In der Distanz war das ÖTTV-Duo ebenbürtig.

Trotz allem hätten Gardos/Habesohn die Angelegenheit offener gestalten können, als es das Ergebnis aussagt. Nach relativ schnell verlorenem erstem Satz holten sie sich in Durchgang zwei mit fünf Punkten in Folge einen Satzball, gerieten aber doch noch 0:2 in Rückstand. Nachdem allerdings der erste Satzball in Satz drei verwertet war, keimte noch einmal Hoffnung beim Heim-Gespann sowie den recht zahlreich gekommenen Fans auf.

Habesohn: "Silber gewonnen, nicht Gold verloren"
Doch die taktisch bestens disponierten Tan und Wang ließen sich die Chance auf ihren ersten EM-Titel nicht nehmen. Habesohn war wie sein Partner zwar enttäuscht, trug es jedoch mit Fassung. "Wir haben nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen. Das muss man festhalten", erklärte der Wiener. "Unser Ziel war immer eine Medaille, auch wenn die Titelverteidigung natürlich schön gewesen wäre. Wir wussten aber, dass es im Finale sehr schwer sein würde."

Gardos/Habesohn ist es jedenfalls gelungen, sich in der europäischen Spitze festzusetzen. Auch auf WM-Ebene haben sie mit dem Viertelfinal-Einzug heuer in Paris schon aufgezeigt. "Einmal eine WM-Medaille zu holen, ist sicher das Ziel", sagte Habesohn. Dafür wäre es aber wichtig, öfter Matches gegen Chinesen bzw. Asiaten zu spielen, um sich an deren Spielstil zu gewöhnen. Auf der World Tour kann das noch im Herbst und eventuell im Jänner beim Finalturnier passieren.

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(Bild: KMM)



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