Einen Tag nach dem Besuch von US-Vizepräsident JD Vance auf Grönland hat sich die dänische Regierungschefin angekündigt. Mette Frederiksen wolle die „Einheit“ zwischen Dänemark und dem arktischen Inselgebiet stärken, teilte ihr Büro am Samstag mit.
Der Besuch sei von Mittwoch bis Freitag geplant. Frederiksen freut sich laut eigener Aussage darauf, mit dem künftigen grönländischen Regierungschef Jens Frederik Nielsen eine „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ fortzusetzen.
Wie berichtet, hatte die dänische Regierung zuvor die Vorhaltungen von Vance wegen ihres Umgangs mit Grönland zurückgewiesen. „Wir sind offen für Kritik, aber um ehrlich zu sein, schätzen wir den Ton nicht, in dem sie formuliert wurde“, sagte Außenminister Lars Lökke Rasmussen in einem Video am Samstag. „So redet man nicht mit engen Verbündeten – und ich betrachte Dänemark und die USA immer noch als enge Verbündete.“
Vance: „Keine gute Arbeit geleistet“
Vance hatte am Freitag mit seiner Ehefrau und dem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz den US-Militärstützpunkt Pituffik auf Grönland besucht. „Unsere Botschaft an Dänemark ist sehr einfach: Sie haben keine gute Arbeit für die Menschen in Grönland geleistet“, sagte er dabei. So habe diese etwa zu wenig in die Sicherheitsarchitektur investiert.
Auf der größten Insel der Welt leben ungefähr 57.000 Menschen. Im Boden lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden. Seit 1979 ist Grönland in vielen Bereichen autonom, doch entscheidet die ehemalige Kolonialmacht noch in Bereichen wie der Außen-und Verteidigungspolitik.
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