Terror in Deutschland
Geheimdienst prüft Russlands Rolle bei Anschlägen
Nach den Terroranschlägen der vergangenen Monate in Deutschland untersucht der deutsche Geheimdienst jetzt, ob Russland hinter den Anschlägen stecken könnte. Medienberichten zufolge geht es um den Verdacht, dass Russland Asylwerber in Deutschland gezielt dazu gebracht haben könnte, Anschläge zu verüben.
In den vergangenen Monaten gab es eine Reihe von Terroranschlägen in deutschen Städten, etwa in München, Aschaffenburg oder Magdeburg. Dabei starben auch mehrere Menschen. Als mutmaßliche Täter wurden Asylwerber und Geflüchtete identifiziert. Auffällig dabei: Die Anschläge waren alle vor der deutschen Bundestagswahl im Februar verübt worden.
Der deutsche Geheimdienst untersucht jetzt, ob Russland etwas damit zu tun haben könnte, wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet. Der Verdacht: Russland soll versucht haben, psychisch kranke oder radikalisierte Asylwerber zu rekrutieren, damit diese vor der Wahl am 23. Februar Anschläge verüben.
Anschläge waren „bester Weg“ für viele AfD-Stimmen
Das Ziel dabei sei gewesen, die rechtspopulistische und als russlandfreundlich geltende Partei AfD noch kurz vor der Wahl zu stärken. Einige der Anschläge seien passiert, als die AfD mit schlechteren Umfragewerten zu kämpfen hatte, zitiert „The Telegraph“ einen deutschen Sicherheitsbeamten. Aus Diplomatie-Kreisen der Europäischen Union (EU) heißt es, der Umfragewerte-Anstieg der AfD vor der Wahl sei auffällig gewesen. Bei der Wahl am 23. Februar erhielt die AfD mit 20,8 Prozent dann die zweitmeisten Stimmen.
Sicherheitsbeamter: Russland arbeitet mit Strohmann-Agenten
„Wir wissen, dass die Russen mit Strohmann-Agenten arbeiten, kleinen Kriminellen auf der Straße, um es schwieriger zu machen, den wahren Drahtzieher zu identifizieren“, berichtet ein deutscher Sicherheitsbeamte im „The Telegraph“. Deutschen Quellen zufolge gab es Fälle, in denen Kleinkriminelle wie Drogendealer verdächtigt wurden, Teil von Russlands verdecktem Krieg gegen den Westen zu sein. Sie seien in Verhören „zusammengebrochen und gaben zu“, dass sie von Moskau rekrutiert worden waren.
Die Quelle aus EU-Diplomatiekreisen betont der Zeitung gegenüber aber auch, dass diese Vermutungen bis jetzt nur genau das sind: eine Theorie. Diese müssen die deutschen Sicherheitsbehörden nun prüfen, aber „es gibt viele Argumente, um diese Theorie zumindest zu untersuchen.“

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