Dass die FOM (Formula One Group/Formula One Management) nur einen Teil der Ferrari-Funksprüche beim China-GP ausstrahlte, sorgte bei Teamchef Frederic Vasseur für großen Unmut. Dadurch sei nämlich ein falsches Bild entstanden, reklamierte der Franzose.
Hintergrund: Während des Rennens hatte Lewis Hamilton seinem Team angeboten, Charles Leclerc vorbeiziehen zu lassen, da das Team dadurch Zeit sparen würde. Der dazugehörige Funkspruch wurde jedoch nicht im TV ausgestrahlt, weshalb die – wiederum gezeigte – Reaktion der Box, die beiden Boliden sollen in Kurve 14 Positionen tauschen, für Missverständnisse gesorgt haben dürfte.
Hier die ganze Kommunikation:
Gespräche angekündigt
„Es ist ein Witz von der FOM, weil der erste Funkspruch dazu von Lewis kam. Er hat uns gebeten, zu tauschen. Aber um eine Show zu machen und ein Chaos zu erschaffen, senden sie nur den zweiten Teil der Frage. Ich werde mit ihnen darüber sprechen“, rechnete Vasseur mit den Verantwortlichen ab.
Dass Hamilton angeboten hatte, seinen Teamkollegen überholen zu lassen, weiß der 56-Jährige hingegen sehr zu schätzen. „Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Jungs super und ich kann mich keine Sekunde lang beschweren“, hielt Vasseur fest.
Teamgeist hin oder her: Letztlich verließen beide Fahrer China ohne Punkte. Leclerc wurde aufgrund eines zu leichten Autos, Hamilton wegen eines regelwidrigen Unterbodens disqualifiziert.
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