Trainer Zoran Barisic war aber schon damals von den Qualitäten seiner Truppe überzeugt. "Wir hatten innerhalb der Mannschaft immer eine gute Stimmung, auch nach dem LASK-Match. Wir haben uns nie beunruhigen lassen und sind unseren Weg weitergegangen", erklärte der Wiener. Der Lohn dafür sind vorerst Bundesliga-Platz drei - punktegleich mit Spitzenreiter Salzburg - und das Europa-League-Play-off. "Aber wir haben noch gar nichts erreicht und bleiben bescheiden", betonte Barisic.
Barisic bedankt sich für schönen Abend
Ganz verhehlen konnte der Coach den Stolz über den Sieg gegen Asteras jedoch nicht. "Ich möchte der Mannschaft gratulieren und den Fans für die unglaubliche Stimmung danken. Das war ein wunderschöner Fußballabend. Meine Mannschaft hat einen super Charakter. Mir ist es wichtig, als Einheit auf dem Platz aufzutreten, das ist uns diesmal gelungen", sagte der 43-Jährige und sprach von einem "sehr verdienten Aufstieg".
Kleinigkeiten gab es dennoch auszusetzen. "Wir hätten vor allem in der zweiten Hälfte die Angriffe besser zu Ende spielen müssen, da fehlt uns noch die Routine." Außerdem missfiel Barisic die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit vor der Partie. "Bei uns ist es normal, dass wir gegen eine Mannschaft wie Asteras aufsteigen müssen, wir sind ja immer haushoher Favorit. Aber wir lassen uns das nicht umhängen. Wir wissen, wie hart wir für das Weiterkommen arbeiten mussten."
Schaub als Matchwinner
Barisic bewies mit der Einwechslung von Louis Schaub ein goldenes Händchen - der 18-Jährige kam für den mit einer Wadenverletzung ausgeschiedenen Marcel Sabitzer, erzielte kurz darauf das 2:1 und machte mit dem 3:1 den Sack zu. "Natürlich war er sauer, dass er nicht von Beginn an gespielt hat. Aber ich habe ihm gesagt, dass er der sein wird, der das Match entscheiden wird. Es freut mich, dass es nun so gekommen ist", sagte der Trainer.
Schaub war nach dem Doppelpack in seinem ersten Europacup-Match im Hanappi-Stadion überglücklich. "Das war einer der schönsten Tage in meinem Leben. Bei den beiden Toren war aber auch Glück dabei", meinte der Teenager, der mit der Rolle als Einwechselspieler offenbar gut zurecht kommt - immerhin traf er schon beim 4:2-Auswärtssieg gegen Sturm als Joker. "Man muss sich eben richtig auf so eine Situation einstellen."
Boyd adelt Schaub zum "kleinen Mario Götze"
Von Terrence Boyd wurde der Offensivspieler prompt zum "kleinen Mario Götze" geadelt. "Von so einem unglaublichen Kicker bin ich aber noch weit entfernt", schmunzelte Schaub. Boyd jubelte über einen "tollen Tag für den ganzen Verein. Jetzt sind wir richtig geil auf die Gruppenphase." Doch bevor das Play-off ansteht, geht es noch am Sonntag gegen die Austria. "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für dieses Spiel als jetzt. Es wird Zeit für mein erstes Derby-Tor", erklärte Boyd.
Auch Schaub ("Wir haben jetzt viel Rückenwind fürs Derby") und Christopher Trimmel ("Wir werden es der Austria nicht leicht machen") war die Vorfreude auf das Duell mit dem Erzrivalen anzumerken. Trimmel hatte mit einem missglückten Abschlag das Gegentor verschuldet. "Doch Gott sei Dank ist es bei uns so, dass wir weiterkämpfen, wenn jemand einen Fehler macht", sagte der Burgenländer.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.