06.08.2013 17:00 |

Inferno in Italien

Löschwasser aus Kärnten soll Waldbrand eindämmen

Meterhoch schlagen die Flammen empor, die Hitze ist unmenschlich und die Rauchwolken sind kilometerweit zu sehen. Im italienischen Kanaltal nahe der Grenze zu Kärnten stehen Hunderte Hektar Wald in Brand. Mehrere Orte sind vom Feuer bedroht, langsam wird Löschwasser knapp. Jetzt hoffen die italienischen Einsatzkräfte auf Österreich: Sie wollen Wasser aus dem Weißensee in Kärnten schöpfen.

Mehrere Hubschrauber des italienischen Zivilschutzes und der "Corpo Forestale" stehen derzeit in Italien im Löscheinsatz. Dennoch sind die durch Blitz ausgelösten Feuer nicht unter Kontrolle zu bringen. "Derzeit können wir nur versuchen, ein Ausbreiten zu verhindern", so der Uggowitzer Feuerwehrkommandant Daniel Zelloth.

Direkt an den Brandherd traut sich niemand heran, da immer wieder Munition und sogar Handgranaten aus dem Ersten Weltkrieg, die hier noch vergraben liegen, explodieren. Langsam wird jedoch auch das Löschwasser zwischen Pontebba und Tolmezzo knapp. Der italienische Zivilschutzverband hat deshalb bereits Kärnten um Hilfe ersucht.

Mit Wasserflugzeugen vom Typ Canadair könnte Löschwasser aus dem Weißensee geholt werden. Die Vorbereitungen laufen. Ist es soweit, wird ein Teil des Gewässers polizeilich gesperrt. Die Zustimmung hat Bürgermeister Johann Weichsler bereits erteilt: "Wenn Not herrscht, helfen wir unseren Nachbarn."

Erntemaschine fackelt zwei Hektar Acker ab
Doch nicht nur bei unseren Nachbarn brennt es derzeit. In Neudorf im Burgenland standen zwei Hektar Acker in Brand. Grund: Das Mähwerk einer landwirtschaftlichen Maschine war auf Steine gekracht. Folge: Funkenflug, der sich zu einem Flächenbrand auf den Feldern von Bauer Josef R. auswirkte. Die alarmierten Feuerwehren konnten die Flammen löschen. Auch im Ländle sorgte das aktuelle Tropenwetter für Chaos. Riesige Hagelgeschoße zerstörten zahlreiche Obstplantagen.

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