04.08.2013 19:00 |

Neue Einsätze

Klug: "Klimawandel ist Auftrag für das Heer"

Die anhaltende Hitzeperiode mit fatalen Folgen für die heimische Landwirtschaft und drohende neue Hochwasserkatastrophen hat Verteidigungsminister Gerald Klug jetzt zum Anlass genommen, um das Bundesheer auf neue Einsatzaufgaben einzustellen. "Der Klimawandel ist ein Auftrag für das Heer", sagte Klug im Gespräch mit der "Krone" am Sonntag.

Die sich häufenden Unwetterkatastrophen in diesem Jahr haben die strategischen Planungen des Verteidigungsministers für die kommenden Aufgaben des Bundesheeres wesentlich beeinflusst. "Die Zusammenarbeit beim Katastrophenschutz zwischen dem Heer und den Einsatzorganisationen hat schon bisher sehr gut funktioniert und ist international hoch anerkannt ist", so Klug.

Neue, gemeinsame Strategie beschlossen
Schon in den vergangenen Jahren wäre ein Schwerpunkt beim Katastrophenschutz gesetzt worden. Die Truppe sei für diese Einsätze mit modernster Ausrüstung ausgestattet worden, versichert der Verteidigungsminister. Doch die Entwicklungen und die Folgen des Klimawandels hätten es notwendig gemacht, den Katastrophenschutz weiter zu verbessern. Speziell für diese neuen Aufgaben hätte man eine neue, gemeinsame Sicherheitsstrategie beschlossen.

So werden die Einheiten für den Katastrophendienst in Zukunft auf mindestens 12.500 Soldaten aufgestockt. Die Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen wird zudem durch spezifische Ausbildungsprogramme intensiviert, um etwa auf Dürreperioden, Hochwasserkatastrophen oder Waldbrände entsprechend rasch reagieren zu können.

Nach einem Treffen mit seinen europäischen Ministerkollegen, hat man sich außerdem auf eine regionale mitteleuropäische Katastrophenhilfe mit den österreichischen Nachbarländern geeinigt, die derzeit aufgebaut wird. Diese multinationalen Truppen werden für konkrete Katastrophensituationen trainiert, erklärt Klug. Das betrifft nicht nur die Folgen extremer Wetterkapriolen, sondern beispielsweise auch Unfälle in Atomkraftwerken.

Klug will "enormes Potenzial" nutzen
Dem Verteidigungsminister zufolge werden zudem künftig in das Bundesheer eintretende Rekruten intensive Ausbildungen zum Katastrophenschutz erhalten. "Zu uns kommen jedes Jahr 22.000 Burschen. Das ist ein enormes Potenzial, das wir nützen werden und genau auch für diese neuen Anforderungen ausbilden können." Wehrdiener können nach dem neu erarbeiteten Modell für den Grundwehrdienst künftig auch das Ausbildungsmodul "Schutz und Hilfe" für die Dauer ihres Grundwehrdienstes wählen.

Am Rande lobt der SPÖ-Minister auch die ÖVP, die sich bei "diesen Planungen immer sehr konstruktiv gezeigt" habe. Umso mehr wäre er über den derzeitigen, "wahlkampfbedingten Stil der ÖVP, das Land schlecht zu reden, überrascht".

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