27.07.2013 15:44 |

Um Waffe zu kaufen

USA: Gruppe sammelte Geld für Todesschützen

Seit seinem umstrittenen Freispruch im Prozess um den getöteten schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin erhält der 29-jährige Todesschütze George Zimmerman immer wieder Todesdrohungen. Aus diesem Grund hat eine Waffenlobbyisten-Gruppe nun rund 12.000 Dollar an Spendengeldern gesammelt. Mit diesem Geld solle sich Zimmerman Waffen und andere Schutzausrüstung kaufen können, betonte der Obmann der Gruppe.

"Das Justizministerium weigert sich, seine Waffe (die Tatwaffe, Anm.) herauszurücken, aber er braucht Schutz. Das Geld soll dazu dienen, all das zu kaufen, was er für den eigenen Schutz und den seiner Familie benötigt", meinte Ken Hanson von der "Buckeye Firearms Foundation". Zimmerman könne frei über das Geld verfügen.

Die Summe von 12.150 Dollar und 37 Cent wurde innerhalb einer Woche gespendet. Geldgeber fanden sich in 48 US-Bundesstaaten. Der Waffenverein ist der Überzeugung, dass die Grundrechte des 29-Jährigen beschnitten wurden.

Geld könnte für Anwaltskosten verwendet werden
Zimmermans Sprecher Shawn Vincent erklärte, dass das Geld ebenso wie andere freiwillige Spenden, die der ehemalige Nachbarschaftswächter bisher erhalten hatte, an einen Fonds weitergeleitet würden, aus dem Anwalts- und Verfahrenskosten bezahlt werden.

Empörung und Todesdrohungen seit Freispruch
Seit dem Urteil Mitte Juli herrscht breite Empörung in den USA. Immer wieder kommt es zu wütenden Protesten, bei denen "Gerechtigkeit für Trayvon Martin" und ein weiterer Prozess gegen Zimmerman gefordert werden. Neben den Protestkundgebungen erhält der 29-Jährige, seine Familie sowie seine Anwälte immer wieder Todesdrohungen.

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