Sesselrücken bei den Freiheitlichen in Oberösterreich: Der langjährige Klubchef der Partei im oberösterreichischen Landtag tritt zur Seite und macht mit 66 Jahren Platz für seinen Nachfolger.
Personelle Änderungen stehen im zweitgrößten Klub im Landhaus an. Der Freiheitliche Herwig Mahr, Urgestein seiner Partei im Land und bald 66, tritt zur Seite. Mit Parteiobmann Manfred Haimbuchner ist fix vereinbart, dass er noch vor dem Landesparteitag am 5. April im Design Center sein Amt übergibt. Hoffnungen, Mahrs Position zu übernehmen, hat sich Landesparteisekretär Michael Gruber gemacht. Statt ihm kommt allerdings ein im Land eher Unbekannter zum Zug.
Innviertler übernimmt das Ruder im Landtagsklub
Bestätigt ist, dass der Innviertler Unternehmer Thomas Dim (60) die K
Klubführung übernimmt. Immerhin: Der Neue hat Erfahrung in Wien gesammelt, saß zumindest 151 Tage im Nationalrat. Bis er am 23. Oktober als Abgeordneter im oö. Landtag angelobt wurde, war der Vizebürgermeister von Ried im Innkreis Bundesrat. Sein Aufstieg wird als Zugeständnis an das Innviertel gewertet, wo die FPÖ traditionell stark ist. Mahr selbst bleibt Abgeordneter.
Landesrat bleibt bis zur Wahl im Herbst 2027
Fix ist auch, dass die politische Zeit von Landesrat Günther Steinkellner noch nicht vorbei ist. Er bleibt bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst 2027 Infrastrukturlandesrat. Dem Vernehmen nach gibt es niemanden (mehr) in der Partei, der an seinem Stuhl sägt. „Das ist alles Schwachsinn und aus der Luft gegriffen. Steinkellner bleibt“, heißt es aus dem Umfeld von Parteiobmann Haimbuchner.
Mageres Ergebnis eines freiheitlichen Mitstreiters
Dieser dürfte in den vergangenen Tagen übrigens nicht sehr erfreut gewesen sein. Sein Mann in Gmunden, Markus Steinmaurer, erhielt beim Bezirksparteitag nur 68,9 Prozent Zustimmung. In Zeiten, wo der blaue Balken bei Abstimmungen stets in die Höhe schoss, ist das eine mehr als herbe Niederlage. Grund für das schlechte Ergebnis sollen bezirksinterne Machtkämpfe sein.
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