Die Winterspiele im kommenden Februar sind ein von Präsident Wladimir Putin betriebenes Prestigeobjekt Russlands. Der Austragungsort Sotschi am Schwarzen Meer liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Unruheregion des Nordkaukasus, wo muslimische Extremisten für einen islamischen Staat kämpfen.
"Satanischer Tanz auf den Gebeinen unserer Vorfahren"
In einem Video sagte Umarow: "Sie (die Russen) planen Olympische Spiele auf den Gebeinen unserer Vorfahren, auf den Gebeinen vieler, vieler toter Muslime, die auf unserem Land am Schwarzen Meer beerdigt sind. Wir als Heilige Krieger (Mujaheddin) sind verpflichtet, das nicht zuzulassen, und zwar mit allen Mitteln, die uns der allmächtige Gott erlaubt." Er rufe alle Mujaheddin in der Region auf, mit maximaler Gewalt "den satanischen Tanz auf den Gebeinen unserer Vorfahren" zu verhindern.
Die Echtheit des Internet-Videos lässt sich nicht überprüfen. Umarow verbreitete aber schon oft Erklärungen und Anweisungen über diese Seite. Umarow ist ein Veteran der beiden Tschetschenien-Kriege gegen die Russen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 und Chef des selbst proklamierten "Emirats des Kaukasus". Umarow ist der meistgesuchte Islamist in Russland und bekannte sich zu zahlreichen Gewalttaten im ganzen Land, darunter die Anschläge auf den Moskauer Flughafen Domodedowo im Jänner 2011 und die Moskauer U-Bahn im März 2010 mit 77 Toten.
IOC spricht Sotschi-Organisatoren Vertrauen aus
Das IOC sprach den russischen Olympia-Machern umgehend "vollstes Vertrauen" aus: "Wir haben keinen Zweifel, dass die Russen alles im Griff haben und weiter vollstes Vertrauen in sie." Die Sicherheit während Olympischer Spiele sei immer eine oberste Priorität des IOC, während des Sport-Großevents liege sie aber in der Hand der lokalen Behörden. Das IOC hielt den Worten Umarows zudem entgegen: "Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass Olympische Spiele Menschen mit völlig unterschiedlichem Hintergrund und Glauben zusammenbringen und eine mächtige Kraft für den Frieden sind."








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