Donald Trump hat seine Drohungen bereits zum Teil wahr gemacht. „Die größte Massenabschiebung der Geschichte ist im Gange“, erklärte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Donnerstag und verkündete, dass bereits „Hunderte illegale Migranten“ außer Landes gebracht worden seien.
Von 538 festgenommenen Personen seien „Hunderte“ in Armeeflugzeugen abgeschoben worden, erklärte Leavitt im Online-Dienst X. Während seiner Amtseinführung am Montag hatte US-Staatschef Trump angekündigt, „Millionen und Abermillionen“ irregulärer Migranten abschieben zu wollen. Zudem rief er an der Grenze zu Mexiko den Notstand aus und kündigte die Entsendung weiterer US-Soldaten dorthin an.
Der von Republikanern geführte US-Kongress billigte zudem in dieser Woche einen Gesetzentwurf zur Ausweitung der Untersuchungshaft für ausländische Tatverdächtige ohne gültige Aufenthaltsdokumente.
Das bereits im Wahlkampf verkündete Ziel des Rechtspopulisten Trump ist es, die Zahl der geschätzten rund elf Millionen Einwanderer ohne Aufenthaltspapiere in den USA drastisch zu reduzieren.
Mexiko richtet Zeltlager für Abgeschobene ein
Mexiko bereitet sich bereits auf die Massenabschiebung aus den USA vor. Marinesoldaten errichteten am Donnerstag olivgrüne Zelte in der Grenzstadt Matamoros, die gegenüber des texanischen Brownsville liegt, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Die örtlichen Behörden teilten mit, in dem Zeltlager könnten rund 3000 Menschen untergebracht werden.
Die mexikanische Regierung hatte angekündigt, zwölf Aufnahmelager für aus den USA ausgewiesene Migranten einzurichten: neun für mexikanische Staatsbürger und drei für Menschen anderer Nationalitäten. Das Aufnahmeprogramm trägt den Namen „Mexiko umarmt Dich“.
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